Gregor Pallast ist der erste Kandidat, der sich um die Lüdenscheider Lüsterklemme 2017 bewirbt. Foto: Thomas Koelsch

Lüdenscheid. Die Lüdenscheider Kleinkunsttage gehern in die 38. Runde. Den Auftakt im Wettbewerb um die von der Sparkasse gestifteten „Lüdenscheider Lüsterklemme“ und den damit verbundenen Geldpreis in Höhe von 1500 Euro macht am Freitag, 3. März, ab 19.30 Uhr in der umgebauten Garderobenhalle des Kulturhauses Gregor Pallast.  Der Prix-Pantheon-Finalist 2016 kommt mit seinem neuen Programm „Verwählt“.

Gregor Pallast ist Biologie- und Sozialkundelehrer und verfasste 2007 seine ersten Texte mit kabarettistischem Inhalt, arbeitete aber zunächst noch als Radionachrichtensprecher. Inzwischen gilt er als waschechter politischer Kabarettist der alten Schule, aber auch als vielversprechender Durchstarter am Anfang seiner Karriere: Erst 2015 feierte er sein Debüt im Bonner Kleinkunsttempel Pantheon.

Braucht niemand mehr Stndpunkte?

Was geht in diesem Land nur vor? Die Bundesrepublik erscheint zunehmend als Kapitalgesellschaft, in der ein Politiker dann gut ist, wenn er trotz vieler Worte nichts sagt; eben ein Experte aus einem Volk, das in der Schule längst nicht mehr Wissen ansammelt, sondern nur noch Suchbegriffe für Wikipedia. Dabei scheint es niemanden zu stören, dass nur noch derjenige Erfolg hat, der sich die Position mit den meisten Anhängern zu eigen macht: Feste Standpunkte? Braucht keiner mehr. Wer in der Politik überleben will, muss ein Chamäleon sein.

Demokratie im Endstadium

Als „Demokratie im Endstadium“ bezeichnet der Prix-Pantheon-Finalist 2016 das Dilemma. In seinem zweiten Solo-Programm „Verwählt 2.0“ seziert der 38-Jährige mit chirurgischer Präzision dieses und andere Probleme, hinterfragt das Offensichtliche und legt dabei ganz in der Tradition Volker Pispers den Finger in die Wunde. Mit scharfem Blick und noch schärferem Verstand bezieht Gregor Pallast Position, analysiert und klärt auf. Er konfrontiert die Mächtigen mit ihren eigenen Worten und nimmt den Kampf gegen die Verdummung auf, damit sein Publikum am Ende des Abends einen neuen Blick auf die Welt gewonnen hat. Und sich vielleicht nicht länger verwählt.

Wie immer entscheidet das Publikum über die gewinner. Die Stimmkarten liegen bei den Veranstaltungen aus.

 

 

 

 

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