Anke Schlieck-Scharwächter (Unterm Himmelzelt). Birgit Gehlen (Familienzentrum Theodor-Fliedner Kindertagesstätte), Christa Lüling (Familienzentrum Wehberg „Johannes-Falk-Kindergarten“) und Britta Korte-Brinkmeier (Ev. Kindergarten Rathmecke) mit Sabine Prott, Gabriele Wand und Klaus Majoress. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Plätze zum Leben und Lernen – das wollen alle evangelischen Kindertagesstätten bieten. Vier weiteren Einrichtungen in Lüdenscheid, die dem Trägerverbund für Tageseinrichtungen für Kinder im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg angehören, wurde das jetzt schwarz auf weiß bescheinigt. Sie haben das Ev. Gütesiegel BETA erhalten.

In einer Feierstunde im Gemeindezentrum Rathmecke wurden das Ev. Familienzentrum Theodor-Fliedner-Kindertagesstätte, das Familienzentrum Wehberg „Johannes-Falk-Kindergarten“, der Ev. Kindergarten „Unterm Himmelszelt“ und der Ev. Kindergarten Rathmecke ausgezeichnet. Sabine Prott, Referentin der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe für den Bereich Familie, Bildung und Erziehung Tageseinrichtungen für Kinder, überreichte den Leiterinnen und Teams die Zertifikate und Plaketten.

Leitfaden für das Qualitätsmanagement

Das Gütesiegel wird von der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder BETA auf der Grundlage des Bundesrahmenhandbuches als Leitfaden für den Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems in evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder in Deutschland verliehen.

Gabriele Wand: „Sie sind jetzt auf dem fachlich neuesten Stand, Sie kennen Ihre Qualität und Ihre Weiterentwicklungsthemen.“ Foto: Wolfgang Teipel
Gabriele Wand: „Sie sind jetzt auf dem fachlich neuesten Stand, Sie kennen Ihre Qualität und Ihre Weiterentwicklungsthemen.“ Foto: Wolfgang Teipel

„Die Zertifizierung ist ein herausfordernder Prozess“, bescheinigte Gabriele Wand, Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, den Teams der vier Einrichtungen Motivation und Engagement. Sie hatte die Mitarbeiterinnen seit dem Start im Oktober 2013 begleitet.

Bis November 2015 haben die Qualitätsverantwortlichen in den Teams zusammen mit dem Träger und dem Team die Abläufe in den Kindertageseinrichtungen in den Führungsprozessen, Kernprozessen und Unterstützungsprozessen durchleuchtet und weiterentwickelt.

Internes Qualitätshandbuch

Mit der Unterstützung von Gabriele Wand, Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, in QM-Zirkeln, Einrichtungsbesuchen und Dienstbesprechungen mit den Trägern, haben die Einrichtungen ein internes Qualitätshandbuch erstellt. Darin sind 36 Prozesse entsprechend der vorgegebenen Kriterien beschrieben, wie z.B. Leitbild, Zusammenarbeit zwischen Träger und Leitung, Personalentwicklung, Konzeption, Bildungsangebote, Zusammenarbeit mit Eltern und Öffentlichkeitsarbeit.

Externe Auditierung im Frühjahr 2016

Im Frühjahr wurden die Kindertageseinrichtungen durch Auditoren der Diakonie RWL gutachterlich extern auditiert.

„Sie sind jetzt auf dem fachlich neuesten Stand, Sie kennen Ihre Qualität und Ihre Weiterentwicklungsthemen. Sie arbeiten inklusiv und leben eine facettenreiche Zusammenarbeit in der Kirchengemeinde. Außerdem haben Sie sich darüber hinaus mit dem Prozess „alternsgerechtes Arbeiten und Gesundheitsförderung von Erzieherinnen und Erziehern“ beschäftigt“, freute sich Fachberaterin Gabriele Wand. „Das Gütesiegel ist eine Anerkennung dafür, dass sich die Kindertageseinrichtungen den gesellschaftlichen Herausforderungen stellen und wichtige Erkenntnisse der Forschung praktisch umsetzen.

Zudem unterstützen die geforderten Qualitätskriterien das erkennbare und erfahrbare evangelische Profil der Kindertageseinrichtungen im Alltag und zu den Anlässen und Festen im Kirchenjahr, wie z.B. in der Vorbereitung der Kinder auf das Reformationsjubiläum.

„Dummheit regiert, wenn Bildung krepiert“

Messbare Qualität besitzt auch für Klaus Majoress, den Superintendenten des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, eine überragende Bedeutung. „Wir geben Kindern etwas mit für das familiäre und gesellschaftliche Leben. Wir müssen uns immer wieder die Frage danach stellen, wie wir Kinder unterstützen und ihre Persönlichkeit stärken können.“ Diesem Anspruch müssten sich alle Bildungsverantwortlichen immer wieder stellen. „Dummheit regiert, wenn Bildung krepiert.“ Dieses drastische Zitat von Martin Luther bringe es einfach auf den Punkt.

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