Kita 21
Der Fachdienst Jugendamt-Kindertageseinrichtungen hat kurzfristig noch zwei Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu vergeben.

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Gute Nachrichten für die Kindertagesstätten und damit für Kinder, Eltern und Träger: Die jährliche Anpassung der Kostenpauschale, die die Träger der Betreuungseinrichtungen pro Kind erhalten, wird befristet bis 2018 von 1,5 auf drei Prozent angehoben. Das teilt der Lüdenscheider SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas mit.

Der im Kinderbildungsgesetz 2008/09 von der damaligen schwarz-gelben Regierung eingebaute Dynamisierungsfaktor für die Kostenpauschale habe sich als zu gering erwiesen. Dies habe eine Unterfinanzierung der Kitas verursacht. Allein die Tarifentwicklungen bei den Erzieherinnen und Erziehern in diesem Zeitraum habe für eine Finanzierungslücke gesorgt.

Darüber hinaus, so Duadas weiter, sollen die durch den Wegfall des Betreuungsgeldes frei gewordenen Mittel in die frühkindliche Bildung investiert werden. Nach Informationen der Landesregierung plane das Land mit den zusätzlich 430 Millionen Euro den Ausbau der Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen in den kommenden drei Jahren weiter massiv voran zu bringen und damit die Finanzsituation der Kitas zu verbessern. Somit werde das Land allein 100 Millionen Euro für den Ausbau der Betreuungsplätze für Überdreijährige zur Verfügung stellen und gleichzeitig bis zum Kindergartenjahr 2018/19 insgesamt 331 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten einsetzen.

Die 100 Millionen Euro für den Ü3-Ausbau sollen bereits in 2016 in voller Höhe bewilligt werden können, die Umsetzung der Baumaßnahmen könne jedoch bis Ende 2018 erfolgen, kündigt Dudas an. Das Investitionsprogramm berücksichtige den zusätzlichen Bedarf wegen der positiven Entwicklung der Geburtenzahlen sowie für die Integration der Flüchtlingskinder.

Die Finanzierung einer Anpassung der Kostenpauschalen für die Kitas an die tatsächliche Kostenentwicklung könne vom Land nicht allein finanziert werden, sondern auch die Kommunen müssten ihren Anteil leisten, erläutert der Abgeordnete weiter. Die Kommunalen Spitzenverbände hätten sich jetzt einverstanden erklärt, dass dieses Maßnahmenpaket als Überbrückung dieser Situation diene.

Nach Informationen des zuständigen Familienministeriums seien die Gelder somit als überbrückende Hilfe gedacht. Die Regierungskoalition und die Kommunalen Spitzenverbände hätten sich verständigt, unverzüglich Gespräche für ein grundlegendes neues Gesetz und dessen Finanzierungsstruktur aufzunehmen.

 

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