Drei Kinder, die zuvor ausgelost worden waren, durchtrennten das rote Band und eröffneten so das neue Spielgelände. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Eins, zwei, drei: Drei Schnitte durch das rote Band, dann stürmten die Mädchen und Jungen des Kindergartens Wermecker Grund am Dienstagnachmittag ihr von Grund auf erneuertes Spielgelände. Bevorzugtes Ziel in den ersten Minuten war das großes Piratenschiff aus Holz, das zahlreiche Kletter- und Spielmöglichkeiten bietet.

Kita-Leiterin Marion Badist und ihr Team hatten geduldig auf die Fertigstellung gewartet. Jetzt ist es endlich geschafft. Die Ungeduld von Erzieherinnen und Kindern ist durchaus nachzuvollziehen

Außenbereich spielt eine große Rolle

Der Außenbereich spielt im Konzept des offenen Kindergartens eine entscheidende Rolle. Zudem ist der Aufenthalt im Freien das beliebteste Angebot. „Teilweise sind die Erzieherinnen auf andere Spielstätten ausgewichen. Sie haben sich wirklich sehr engagiert“, berichtete Marion Badist.

Das ist jetzt nicht mehr notwendig. Die Erneuerung sei nach langer Zeit war einfach fällig gewesen, berichtete Gudrun Abendroth, Architektin bei der Zentralen Gebäudewirtschaft der Stadt Lüdenscheid. Und so wurde der Kletterturm überarbeitet und versetzt.

Schöner Platz fürs Piratenschiff

Auch Trampolin und Schaukel wurden an anderer Stelle neu errichtet. Das Piratenschiff, eigens für die Kita gefertigt, bekam einen schönen Platz. Die Sitzpilze, die mit Spendenmitteln des Elternrates angeschafft worden sind, sollen in Kürze montiert werden. Unter dem Strich sind mehr als 80.000 Euro in die Aufwertung des Spielplatzes geflossen.

Auch die Kinder haben am veränderten Ausbau mitgewirkt. Zusammen mit den Erzieherinnen haben sie Kataloge gewälzt und ihre eigenen Vorstellungen zum Spielplatzausbau entwickelt.

Kinder entscheiden selbst

Das offene Konzept dieses Kindergartens in städtischer Trägerschaft verteilt die Kinder nicht auf Gruppen, sondern auf fünf Bereiche. Dazu zählen neben dem Außenbereich auch die Bereiche Rollenspiel, kreatives Spielen, Bewegung und Hauswirtschaft. Jeden Morgen entscheiden die Kinder selbst, wo sie den Tag verbringen möchten. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Selbstbewusstseins und der Selbstständigkeit“, sagt Marion Badist.

 

 

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