Zum Abschluss des Jubiläumsjahres erstrahlte die Erlöserkirche in besonderer Weise. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. „Erlöst, Versöhnt, Vergnügt“ – Lichtworte zum Abschluss der Feiern zum 500. Reformationsjubiläum: Von der Lüdenscheider Erlöserkirche strahlten sie weit in die Altstadt. Auch kam auch die Frage „Befreit?“ In der Erlöserkirche wurde der Höhepunkt des Jubiläumsjahres mit einem Abendmahlsgottesdienst unter Mitwirkung der CVJM-Blechbläsern und der Heinrich-Schütz-Kantorei gefeiert. Dazu kamen später weitere Aktionen in der Kirche wie die spezielle Ausleuchtung der Kanzelempore, Snacks und Lesungen mit Texten von Hanns-Dieter Hüsch.

47 Gebäude bestrahlt

Lichtworte als Botschaften. Foto: Wolfgang Teipel

Mit einer außergewöhnlichen Aktion feierten zahlreiche Kirchen im Sauerland und darüber hinaus am 31. Oktober den Höhepunkt des Festjahres zum Reformationsjubiläum. Im Rahmen ihres gemeinsamen Projekts ERLEUCHTET ließen sie Worte und Gedanken zu Glauben und Reformation an Kirchtürmen und Kirchenschiffen erstrahlen. 47 Kirchen im Westen haben zum Reformationsfest auf besondere Weise geleuchtet. Darunter waren auch 14 Kirchen im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg. Mit modernster Licht-Technik illuminiert wurden sie zu einer einmaligen, flächendeckenden Kunstinstallation in Nordrhein-Westfalen.

„You will never walk alone“ – eine weitere Botschaft zum 500. Reformationsjubiläum. Foto: Wolfgang Teipel

Innehalten und Nachdenken

Erleuchtet – das war ein einmaliges partizipatives, ökumenisches Projekt: Beteiligt sind 47 evangelische und katholische Kirchen und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Die Aktion wird von der Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (Bochum) in Kooperation mit den ev. Kirchenkreisen Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Hattingen-Witten, Dortmund, Lüdenscheid-Plettenberg und Lübbecke sowie katholischen Pfarrgemeinden durchgeführt. Die Wort-Lichtinstallationen, an jeder Kirche individuell entworfen, sollten einerseits die historischen Kirch-Bauten in den Blick rücken und andererseits Anregungen zum Nachdenken, zum Innehalten und zum Gespräch liefern.

Visueller Höhepunkt des Reformationstages

Exakt 500 Jahre, nachdem der Reformator Martin Luther mit der Veröffentlichung seiner Thesen einen wesentlichen Impuls zur Reformation der Kirche setzte, riefen nicht nur evangelische Christen dessen mutiges Vorgehen und seine noch immer bedeutsamen Ideen in Erinnerung. Für Nordrhein-Westfalen bildete das Erleuchtet-Projekt den visuellen Höhepunkt des Reformationstages, der in diesem Jahr für die gesamte Bundesrepublik ein offizieller Feiertag war.

Grafisch umgesetzt hat die Idee, die im Zusammenspiel der Evangelischen Hochschule und der beteiligten Kirchenkreise weiterentwickelt wurde, die Münchner Künstlerin Inka Kardys. Foto: Wolfgang Teipel

Grafisch umgesetzt hat die Idee, die im Zusammenspiel der Evangelischen Hochschule und der beteiligten Kirchenkreise weiterentwickelt wurde, die Münchner Künstlerin Inka Kardys. Mit der technischen Unterstützung einer Spezialfirma für Veranstaltungstechnik aus Kamen gestalteten sie und die einladenden Kirchengemeinden die weithin sichtbaren Lichtzeichen zum Reformationsjubiläum, an das Kirchen in Deutschland ein Jahr lang in zahlreichen Gottesdiensten und Veranstaltungen erinnert haben.

 

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