Für "Easy Spider" braucht man schon einiges Vertrauen in die Mitspieler. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Spielen ohne Sprache? Das geht. Und zwar mit dem neuen Spielekoffer, den der Stadtjugendring bei einem Workshop mit Jugendlichen zusammengestellt und mit Hilfe des Landesjugendamtes angeschafft hat. Der anschließende Praxistest vor einigen Tagen im Jugendtreff zeigte: Es geht wirklich.

Auch bei einem vergleichsweise komplizierten Spiel wie „Easy Spider“ kommen die Teilnehmer ohne Sprache aus. Sorgfältig bugsierten die Teilnehmer des Werkstatttages Ehrenamt eine junge Frau durch ein Segment eines großen Spinnennetzes.

Gar nicht so leicht, sich von anderen anfassen und tragen zu lassen. Vor allem, wenn man sich nicht kennt. Für den Fotografen wurde die Prozedur gestellt. „Easy Spider sollte man nicht gleich am ersten Tag einer Jugendfreizeit spielen“, rät Stefanie Schröder, Sprecherin des Stadtjugendrings. Sie leitete den Werkstatttag im Jugendtreff und stellte die unterschiedlichen Spiele vor.

Sprachbarrieren spielend überwinden

Warum enthält der Spielekoffer Materialien zur Freizeitgestaltung, bei der die Teilnehmer mit möglichst wenigen Worten auskommen sollen? Er ist für den Einsatz bei jungen Geflüchteten gedacht und sollen helfen, das gegenseitige Kennenlernen und das Miteinander möglichst ohne Sprachbarrieren zu fördern.  Geflüchtete in die Jugendverbandsarbeit zu integrieren.

Teamgeist wird gefördert

„Diese Spiele bauen Hemmschwellen ab. Sie fördern den Teamgeist und die Kommunikation“, berichtet Stefanie Schröder. So können Gruppen beispielsweise anhand zweier Bausätze eine Seifenkiste basteln oder beim „Panjag“, einem Spiel aus Pakistan, Geschicklichkeit beweisen. Bei „Fröbelturm“ geht’s um Kommunikation untereinander.

Ab Januar steht der Spielekoffer für die Verbandsjugendarbeit in Lüdenscheid zur Verfügung. Er kann beim Stadtjugendring kostenlos ausgeliehen werden.

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