Von Rhododendron umsäumt: die Magdalenen-Kapelle in Grotewiese. Foto: www.meinerzhagen.de

Meinerzhagen. Umgeben von einem Rhododendron-Wäldchen, idyllisch an einem Hang gelegen findet sich für den aufmerksamen Besucher ein besonderes Kleinod: die kleine Kapelle St. Maria Magdalena in Grotewiese. Als Saalkirche erstrahlt sie ganz in weiß inmitten von sattem Grün. Am 24. Juli feiert die katholische Kirchengemeinde den 150. Jahrestag des Bestehens der Kapelle.

Dazu zelebriert der Essener Weihbischof Wilhelm Zimmermann um 15 Uhr einen feierlichen Gottesdienst. Daran wird sich ein kurzer Festakt in der Scheune Grotewiese mit Möglichkeit zur Begegnung bei kleiner Verpflegung und musikalischer Untermalung anschließen. Gäste sind herzlich willkommen.

Das kleine Gotteshaus hat etwas Besonderes

Pastor Paul Teske machte die Kapelle St. Magdalena Grotewiese zu einem kleinen geistlichen Zentrum mit großer Anziehungskraft,Er kümmerte sich bis ins hohe Alter liebevoll um die Kapelle bei Valbert.
Pastor Paul Teske machte die Kapelle St. Magdalena Grotewiese zu einem kleinen geistlichen Zentrum mit großer Anziehungskraft,Er kümmerte sich bis ins hohe Alter liebevoll um die Kapelle bei Valbert. Foto: Sabine Loos

Die Kapelle hat etwas Besonders. Maßgeblichen Anteil daran hat der ehemalige Pastor Paul Teske. Bis ins hohe Alter pflegte er das kleine Gotteshaus und die Umgebung. Zum 150-jährigen Bestehen des Friedhofs in Grotewiese im Jahr 2012 schrieb MZ-Redakteur Horst vom Hofe über den Friedhof und die Kapelle:

„Dank der tatkräftigen Hilfe vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bei der Pflege und Instandhaltung der Anlage ist der Friedhof in Grotewiese auch nach 150 Jahren eine würdige Stätte geblieben. Erst in jüngster Zeit wurde durch Errichtung einer sich harmonisch in das Gesamtbild einfügenden Bruchsteinmauer für eine Aufwertung gesorgt.

Grotewiese liegt sozusagen am Schnittpunkt der Territorien an der Stadtgrenze von Meinerzhagen zu Attendorn. Die Katholiken aus der Umgebung fühlten sich mehr oder weniger heimatlos. So kam es, dass schon ab 1858 immer wieder Gottesdienste in Grotewiese in einer Scheune stattfanden.

Um ein würdiges Gotteshaus in Grotewiese errichten zu können, sammelte der Vikar Gustav Langenohl jahrelang Geld und fand in den ortsansässigen Familien Valenthorn, Kleffmann und Cramer Verbündete, die mit Stiftungsurkunde vom 14. April 1861 insgesamt sieben Morgen ihrer Ländereien dem „in Grotewiese anzustellenden Geistlichen“ schenkten. Nur ein Jahr später wurde bereits der neue Friedhof eingeweiht.

Pfarrhaus, Glocke und Altar als Geschenk

Am 22. Juli 1866 wurde auch die Kapelle Maria Magdalena eingeweiht. Vikar Langenohl schenkte der armen Gemeinde Pfarrhaus, Glocke und Liboriusreliquiar sowie den neugotischen Altar, dessen Inschrift übersetzt lautet: „Der hochwürdige Priester Langenohl schenkte diesen Altar: bittet für ihn.“ Die Kapelle, die zum Bistum Essen gehört, liegt direkt an der alten Heidenstraße. So ist es nicht verwunderlich, dass sie auch verschiedene Wege- und Pilgerpatrone beherbergt: Jakobus mit Pilgerhut, den heiligen Rochus, sowie Elia, Christophorus und Martin. (Quelle: „Wandern und Pilgern auf der Heidenstraße“).

Öffnungszeiten:
Ganzjährig von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Kontaktadresse:
Verein der Freunde und Förderer der Kapelle
St. Maria-Magdalena Grotewiese e. V.
Grotewiese 5
58540 Meinerzhagen
Tel.: 02358/276792
Email: info(at)kapelle-grotewiese.de

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