Vom Laufburschen über das Kontorfräulein bis zum Schmiedemeister – wer im Kaffee Fabriksken ein Frühstück bestellt, wird an die guten alten Zeiten in der Lüdenscheider Industrie erinnert. „Ob sich die Namen so festsetzen, dass Kunden später mal tatsächlich ein Kontorfräulein bestellen werden, wer weiß?“ lacht Sebastian Benkhofer (mit Team, Foto oben). Seit Montag ist sein neues Café am Kirchplatz 23 offiziell geöffnet. Der Shop an gleicher Stelle hat seinen Betrieb schon einige Tage vorher aufgenommen.



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Tipp aus dem Planungsamt

Der Lüdenscheider Kaffeeröster hat sich mit seinem Café-Laden neben der Erlöserkirche einen Traum erfüllt. „Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir die passenden Räumlichkeiten gefunden haben“, berichtet er. Der entscheidende Tipp kam schließlich aus dem Planungsamt der Lüdenscheider Stadtverwaltung. „Hier passte einfach alles“, sagt Sebastian Benkhofer. Und wie. Dass man vom Sterncenter-Eingang an der Wilhelmstraße aus die große Terrassenanlage vor dem Kaffee Fabriksken sehen kann, das hat er zu seiner eigenen Überraschung erst vor wenigen Tagen festgestellt.

Verantwortung und Genuss gehören zusammen

So erfüllt auch der Standort die hohen Ansprüche, die der Kaffeeröster an seine Produkte richtet. „Sie sollen nicht abgehoben sein, sondern einfach nur gut.“ Dabei legt Sebastian Benkhofer die Messlatte recht hoch. Dafür bürgen auch seine Mitgliedschaften im Europäischen Spezialitätenkaffeeverband SCAE, in der Deutschen Röstergilde, einem neuen Berufsverband der Kaffeeröster und bei Slowfood e. V. (Wahlspruch: „ . . . weil Verantwortung und Genuss zusammengehören.“).

Auf seine Mitwirkung beim europaweit arbeitenden SCAE ist Sebastian Benkhofer besonders stolz. „Mitgliedsnummer 77“, sagt er selbstbewusst. Das bedeutet: Er ist sozusagen von Anfang an dabei.

Der Duft von Kaffee, die großen Mühlen – das alles hat ihn schon vor vielen Jahren fasziniert, als er noch seiner Oma beim Einkaufen in einem Dortmunder Traditions-Kaffeegeschäft begleitete.  Das Kaffeearoma hat ihn immer begleitet, auch in der Zeit, in der er für ein großes Gastronomieunternehmen verantwortlich Weinhandel geführt hat.

Im Jahr 2000 beginnt die Kaffeezeit

Im Jahr 2000 begann für Sebastian Benkhofer dann wie wahre Kaffeezeit. Er machte sich selbstständig.  Zunächst mit einem Fachgeschäft für Kaffee, Kaffee- und Espressomaschinen und weiteres Zubehör. 2003 erweiterte er den Betrieb um eine Kaffeerösterei. Später kam ein mobiler Coffeeshop dazu und jetzt das Kaffee Fabriksken.

Hoffen auf neuen Publikumsmagneten

Die Händler in der Oberstadt setzen auf den Café-Laden als neuen Publikumsmagneten. Sebastian Benkhofer selbst blickt ganz optimistisch in die Zukunft. Kollegen aus benachbarten Geschäften besuchten ihn am Montag, um zu gratulieren. Was soll da noch schief gehen?

Auch ein gestürzter Neumann kann den Kaffeeröster nicht schocken. Er steht unter Wiener Spezialitäten auf der Karte des Kaffee Fabriksken. Schlagsahne im Glas, übergossen mit einem doppelten Mokka – für einem Kaffeemann und halben Österreicher wie Sebastian Benkhofer bedeutet das mehr als eine Huldigung an die Wiener Kaffeehaus-Kultur. Dieses Getränk steht wie so vieles andere im Kaffee Fabriksken für den puren Genuss.

 

 

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