Vor der Info-Veranstaltung im Rathaus ließen sich einige Mitglieder der SPD-Fraktion im Park die Umbaupläne von Friedrich Rothaar und Valko Gerber erläutern.

Meinerzhagen. Das Juwel Volkspark Meinerzhagen soll nicht nur glänzen. Es soll auch als städtebaulich wichtige Verbindung zwischen dem ZOB Meinerzhagen und der Innenstadt fungieren. Bei der Gestaltung wollen die Planer historische Spuren auf dem rund 2,7 Hektar großen Gelände aufnehmen und die im Jahr 1716 von Richter Dr. Johann Caspar Wever errichtete Villa ins rechte Licht rücken. Dabei soll der Baumbestand gelichtet werden.

Baumbestand wird gelichtet

„Behutsam und nach Plan“, kündigte Landschaftsarchitekt Peter Drecker am Donnerstag bei einer Informationsveranstaltung im Meinerzhagener Rathaus an. „Vieles ist Wildwuchs und weicht von der ursprünglichen Situation ab“, sagte er. Auch seinen Plänen sind zahlreiche Baumsymbole zu sehen, die schon durchgestrichen sind. Die Baumallee soll allerdings nicht angetastet, sondern sorgsam gepflegt werden. „Damit sie noch 15 bis 20 Jahre hält.“

Aktionsbereich an der Villa

Um die denkmalgeschützte Villa herum soll nach seinen Vorstellungen eine Art „Aktionsbereich“ entstehen. Der andere Teil des Park soll als Ruhezone ausgestaltet werden.

Das entspreche, so Jutta Gruß-Rinck, den Vorschlägen, die aus der Meinerzhagener Bürgerschaft gekommen seien. „Dass sich Ideen von Planern und Bürgerschaft so decken, ist selten“, sagte die Stadtplanerin vom Düsseldorfer Büro ASS.

Zustimmung für das Projekt Volkspark

Unter dem Strich erntete sie ebenso wie Peter Drecker Zustimmung. „Die Planer sind behutsam vorgegangen“, betonte Ex-Baugesellschafts-Geschäftsführer Wolfgang Moog als Besucher der Informationsveranstaltung.

Der Park mit verbesserter Aufenthaltsqualität und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung soll sich mit der Erneuerung seiner ursprünglichen Gestalt annähern. „Er war ein Garten mitten in einer Landschaft an der Stadtgrenze von Meinerzhagen“, erläuterte Peter Drecker den historischen Ursprung. Vor diesem Hintergrund haben auch die geplanten Sitzbalkone an der Bahnhofstraße und am Kapellenweg eine besondere Bedeutung. „Von hier aus haben die Villenbewohner früher auf ihren Besitz geschaut.“

Volkspark
Hier Ruhezone, Aktionsbereich an der Villa – so stellt sich Planer Peter Drecker die Aufteilung im Volkspark vor.

Wie eine größtmögliche Barrierefreiheit geschaffen werden kann, darüber müsse im Einzelnen noch beraten werden, kündigte Rolf Puschkarsky, Vorsitzender des Planungsausschusses an.

Für kleine und feine Veranstaltungen

Weitere Besucher der Versammlung gingen ins Detail. Stephan Gerdes und Jörg Anweiler vom Fanfarenzug wünschen sich, dass die Voraussetzungen für größere Veranstaltungen geschaffen werden, beispielsweise für die Aufstellung und den Anschluss eines Toilettenwagens. Große Chancen hierfür sieht Jutta gruß-Rinck nicht. „Der Volkspark soll für die kleinen und feinen Veranstaltungen vorgehalten werden. Für die großen Events ist die Stadthalle da“, betonte sie.

Pumpenhaus kann nicht abgerissen werden

Auch ein Abriss des „scheußlichen Pumpenhauses“ (Zitat Wolfgang Moog) ist nach Auskunft von Friedrich Rothaar (Leiter Technischer Service) ist aus technischen Gründen nicht möglich.

Die Aufwertung der grünen Insel mitten in der Stadt ist ein Projekt der Regionale 2013. Der Umbau soll nach ersten Schätzungen 435.000 Euro kosten. 60 Prozent dieser Kosten werden als Zuschuss beigesteuert. Wenn die Pläne zügig beraten und die notwendigen Beschlüsse schnell gefasst werden, könnte der Umbau bereits 2016 beginnen.

 

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