Auch Studenten, die die Fachhochschule Südwestfalen in Lüdenscheid besuchen, sind auf preiswerten Wohnraum angewiesen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Lüdenscheid tut zu wenig, um junge Leute auf preiswerten Wohnraum aufmerksam zu machen. Zu diesem Schluss kommt SPD-Ratsherr und stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender Fabian Ferber, nachdem die Stadtverwaltung seine Anfrage zum Thema beantwortet hat. Inhalt dieser Anfrage waren konkrete Fragen zum Wohnangebot für Auszubildende, Studierende und junge Menschen in Lüdenscheid im Allgemeinen.

Nur ein Unternehmen mit speziellem Angebot

Ergebnis dieser Beantwortung: Nur ein Wohnungsunternehmen führt ein spezielles Angebot für diese Zielgruppe. Betriebe und Auszubildende erhalten keine gesonderte Werbung. Fabian Ferber hat in seiner Anfrage eine Kooperation von Lüdenscheider Stadtmarketing und den Wohnungsunternehmen wie den Lüdenscheider Wohnstätten angeregt. „Heimische Unternehmen suchen auch außerhalb des Märkischen Kreises händeringend nach neuen Auszubildenden. Es macht Sinn, dass die Stadtverwaltung zusammen mit dem Stadtmarketing beginnt, ein Informationspaket zu schnüren, das die Firmen dann auch zu Ausbildungsmessen mitnehmen können, um den Standort mit zu bewerben“, so Ferber. Auch für die Zeit nach der Ausbildung müsse besseres Angebot geschaffen werden.

Gute Ausbildung, schwacher Wohnungsmarkt

Es sei bekannt, dass Auszubildende aus dem ganzen Bundesgebiet aufgrund des guten Ausbildungsangebotes ihren Weg in die Betriebe unserer Umgebung finden. Ferber: „Sie schauen sich dann aber das Wohnangebot an und stellen schnell fest, dass sie in Altena oder auch in Hagen besser bedient werden.“ Umgekehrt könne man auch für Studentinnen und Studenten, die an Rhein und Ruhr oder in Siegen die Universität besuchen, ihre erste Wohnung am Heimatort zu finden. „Mit der Möglichkeit, ab Dezember auch von Brügge aus mit dem Zug nach Köln oder Gummersbach zu fahren, könnte man auch diesen Raum gut mit den Semestertickets erreichen“, meint Ferber.

Antrag der Ampelkoalition

Auf Initiative der SPD hat die Ampel-Kooperation für die nächste Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses einen Antrag zu diesem Thema eingereicht. Der Antrag fordert die Stadt auf, offensiver den Kontakt mit städtischen Wohnungsanbietern zu suchen und sich für ein besseres Wohnangebot für junge Menschen stark zu machen. „Wir wollen, dass unsere Stadt nicht nur als Arbeitsort in Frage kommt. Wir wollen vielmehr, dass junge Menschen Lüdenscheid auch als lebenswerte Stadt erfahren, und wie können sie das besser, in dem sie hier wohnen“, stellt hierzu SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Voß fest.

 

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