Gudrun Gerhardt, 1. Bevollmächtigte der IG Metall im Kreis, und SPD-Landtagsabgeordneter Gordan Dudas sprachen auch über aktuelle Entwicklungen beim Halveraner Unternehmen Jung, Boucke.

Lüdenscheid/Halver. Zu einem Arbeitsgespräch trafen sich am Montagmorgen die erste Bevollmächtigte der IG Metall, Gudrun Gerhardt, und der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas (SPD). Auf der Tagesordnung standen unter anderem die arbeitsmarktpolitische Situation in der Region, Flüchtlingspolitik und die grundsätzliche Zusammenarbeit. Thema Arbeitsmarkt: Neben der allgemeinen Situation gingen beide auch auf die Entwicklungen beim Halveraner Automobilzulieferer Jung, Boucke ein. Hier habe die Arbeitnehmerseite, so Gudrun Gerhardt, den Weg für einen neuen Investor freigemacht.

Entscheidung fällt in Kürze

In Kürze entscheide sich, ob dieser auch das Unternehmen übernehme. Zum Hintergrund: http://guten-tach.de/investoren-abgesprungen-jung-boucke-beantragt-regelinsolvenz/

Rolle der Tarifpartner bei der Integration von Flüchtlingen

Thema Flüchtlinge: Gerhardt und Dudas erwarten hier noch weitere Kraftanstrengungen. Vor kurzem wurde die Berufsschul-Turnhalle am Raithelplatz in Lüdenscheid als Notunterkunft für Flüchtlinge umfunktioniert. „Solange dieser Zustand anhält, sollten die Arbeitgeber darauf verzichten, ihre Auszubildenden wegen ausgefallener Sportstunden zurück in den Betrieb zu holen“, meint Gerhardt. Sie setzt darauf, dass Politik und Gesellschaft nun Möglichkeiten schaffen, Flüchtlinge zu integrieren. „Dabei werden auch die Tarifpartner eine wichtige Rolle spielen“, so die Metall-Bevollmächtigte. „Allerdings“, schränkt sie ein, „werden wir uns nicht dafür hergeben, für Flüchtlinge eine neue Einstiegsstufe in den Tarifverträgen einzuführen. Wir brauchen Qualifikation und Chancen. Lohndumping gehört nicht dazu.“

Gerhardt und Dudas vereinbarten, auch zukünftig in regelmäßigen Abständen zusammen zu kommen. Ziel sei es, an gemeinsamen Schnittpunkten für die Region zu arbeiten. Gerhardt: „Es kann nur gut sein, wenn die Akteure einer Region zusammenarbeiten und gemeinsam an Verbesserungen arbeiten.“

 

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