Jugendherberge
Die Stadt wird die Jugendherberge an der Bergstraße nicht kaufen.

Meinerzhagen. Gemeinsam mit zwölf weiteren Jugendherbergen im Regierungsbezirk Arnsberg wird die Jugendherberge Meinerzhagen ab 1. Oktober 2015 als Notunterkunft für Flüchtlinge dienen. In der Zeit bis zum 31. Januar 2016 werden durchlaufend 144 Menschen in Meinerzhagen untergebracht.

Die steigende Zahl an Flüchtlingen führte bereits im Juli 2015 zu einem Vertrag zwischen der Bezirksregierung Arnsberg und dem Jugendherbergswerk, der nun planmäßig umgesetzt wird.

Durchgehende Vollbelegung mit 144 Personen

Ab der kommenden Woche wird die Jugendherberge eine Erstunterkunft für Flüchtlinge bieten, die gerade in Deutschland angekommen wird. Zuweisung und Ablauf erfolgen unter alleiniger Federführung des Landes Nordrhein-Westfalen, hier der Bezirksregierung Arnsberg. Bis zum Vertragsende am 31. Januar 2016 (eine Verlängerung ist derzeit nicht vorgesehen) werden die 13 Jugendherbergen die bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen ergänzen, so dass in Meinerzhagen durchgehend mit einer Vollbelegung von 144 Männern, Frauen und Kindern aus verschiedenen Ländern zu rechnen ist.

Registrierung und Versorgung

Wie die Stadt Meinerzhagen mitteilt, werden die Asylbewerber nach den heutigen Planungen etwa für zwei Wochen in der Jugendherberge bleiben. Dort werden sie zunächst grundlegend versorgt, registriert und medizinisch untersucht, bevor sie für die Dauer ihres Asylverfahrens in einer anderen Kommune untergebracht werden.

European Homecare GmbH übernimmt die Betreuung

Vor Ort selbst übernimmt die European Homecare GmbH im Auftrag der Bezirksregierung Arnsberg die Versorgung und Betreuung rund um die Uhr. Zu ihren Aufgaben gehören die Koordination der Zimmerbelegung, die ärztliche, hygienische und soziale Betreuung und Beschäftigungsangebote sowie die Auszahlung von Taschengeld. Die Verpflegung und Instandhaltung von Zimmern und Haus übernehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendherberge als Vertragspartner der Bezirksregierung Arnsberg.

Bürgermeister: Menschen in unserer Mitte aufnehmen

Eine Schulpflicht für die Kinder, die in die Notunterkunft in Meinerzhagen kommen, besteht nicht: Sie werden die Schule in der Gemeinde besuchen, in der sie im weiteren Verlauf untergebracht werden.

Als Notunterkunft des Landes stehen die Jugendherberge und die Menschen, die in ihr untergebracht werden, unter der Obhut und Verantwortung des Landes Nordrhein-Westfalen. „Gleichwohl ist es für uns selbstverständlich, die Menschen, die nach zum Teil wahren Odysseen hier bei uns angekommen sind, in unserer Mitte aufzunehmen“, stellt Bürgermeister Jan Nesselrath klar. „Die Stadt hat gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern in den letzten Monaten viel für die Flüchtlinge, die zu uns gekommen sind, erreicht. Gemeinsam wollen wir auch die Bezirksregierung bestmöglich in ihrer Arbeit unterstützen.“

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