Jugendherberge
Die Stadt wird die Jugendherberge an der Bergstraße nicht kaufen.

Meinerzhagen. Die Stadt Meinerzhagen wird die Jugendherberge an der Bergstraße nicht kaufen. Die weitere Nutzung ist damit offen. Das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Westfalen-Lippe (DJH WL) sucht jetzt weiter einen Käufer beziehungsweise nach Möglichkeiten einer sinnvollen Weiternutzung. Das Gebäude war von Oktober 2015 bis April 2016 als Erstunterkunft für Flüchtlinge genutzt worden. Angesichts sinkender Übernachtungszahlen und der Tatsache, dass die Verwendung als Erstunterkunft auslief, hatte der Landesverband Westfalen-Lippe im Deutschen Jugendherbergswerk bereits zu Beginn des Jahres beschlossen, sich von der Einrichtung zu trennen.

Kein Bedarf

Nach intensiven Gesprächen zwischen Stadt Meinerzhagen und dem Deutschen Jugendherbergswerk Landesverband Westfalen-Lippe (DHJ WL) hat die Stadt Meinerzhagen nun die Entscheidung getroffen, die Jugendherberge nicht zu kaufen. Das teilte die Stadt am Montag mit. Sie selbst habe keinen Bedarf. Zudem werde das Gebäude angesichts rückläufiger Flüchtlingszahlen nicht benötigt. „Es erfolgen keine Zuweisungen in nennenswertem Umfang“, heißt es in der Mitteilung. Dies zeichne sich auch in den städtischen Unterkünften ab, die aktuell sogar über freie Plätze verfügten.

Vor dem Eindruck dieser Entwicklungen sei eine weitere Nutzung der Jugendherberge als Flüchtlingsunterkunft – auch unter Federführung der Stadt Meinerzhagen – nicht absehbar, so dass sich in dieser Hinsicht kein aktueller Bedarf des Gebäudes durch die Stadt abzeichne.

Erhebliche Kosten

Die Entscheidung wird mit erheblichen Kosten begründet. Sie entstünden durch den Kaufpreis selbst, die laufenden Ausgaben und die notwendigen Umbauarbeiten, die erfolgen müssten, wenn neue Nutzungskonzepte zum Zuge kommen sollten. Bürgermeister Jan Nesselrath: „Ein wesentlicher Aspekt in unseren Überlegungen ist – wie bei allen Entscheidungen – die Abwägung, zu welchen Zwecken die Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger konkret verwendet werden sollen. In diesem Fall ist die Sachlage klar die, dass wir keinen unmittelbaren Nutzungsbedarf haben und somit eine Belastung der Steuerzahler nicht vertreten können.“ Auf die Möglichkeit, dass mittelfristig neue Zuweisungen von Flüchtlingen erfolgen, ist die Stadt dennoch vorbereitet: In diesem Falle kann die Jugendherberge, so die Absprache zwischen Stadt und DJH WL, vorbehaltlich eines noch nicht erfolgten Verkaufs, als Unterkunft genutzt werden.

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