Die John McCusker Band zu Gast in Lüdenscheid. Hier zu sehen: John McCusker und seine Ehefrau Heidi Talbot. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Sehr harmonisch wurde die diesjährige Adventszeit im Kulturhaus mit dem führenden Geiger Schottlands John McCusker und seiner Band eingeläutet. Der Multiinstrumentalist, Produzent und Komponist ist laut dem britischen „Guardian“ einer der talentiertesten und vielseitigsten Musiker Großbritanniens und arbeitet mit allen namhaften Künstlern der schottischen Folkszene zusammen.

Mitglied der Band von Mark Knopfler

Er ist eine echte Berühmtheit.
John feierte bereits sein 25-jähriges Bühnenjubiläum.

Genreübergreifend aber auch mit internationalen Stars wie Bonnie Raitt, Patti Smith, Steve Earle und Paolo Nutini. Größte Bekanntheit erreicht er als Mitglied der Band von Mark Knopfler. Mit dem früheren „Dire Straits“-Kopf bereist er seit 2008 die Stadien der Welt und spielt auch schon einmal 20 Abende hintereinander in der Royal Albert Hall.

Gerade feierte John McCusker sein 25-jähriges Bühnenjubiläum mit der Veröffentlichung eines neuen Solo-Albums und einer ausgedehnten Tour durch Großbritannien.

Beste „Connections“

Wenn er ruft, kommen sie alle: Markus Scheidtweiler, der Kopf des Kulturvereins Kalle e.V.
Wenn er ruft, kommen sie alle: Markus Scheidtweiler, der Kopf des Kulturvereins Kalle e.V.

Wie kommt eine solche musikalische Größe ins kleine Lüdenscheid? Nun, wie fast immer bei den Hochkarätern der Folkszene, die sich in Lüdenscheid ein regelmäßiges Stelldichein geben, stecken Markus Scheidtweiler und sein Verein Kalle e.V. dahinter. Markus, selbst ein talentierter und vielseitiger Musiker, hat einfach die besten „Connections“ in der internationalen Folk-Szene.

Kaum jemand mit Rang und Namen, den er noch nicht nach Lüdenscheid gelockt hat. Ihn lieben alle, wenn er ruft, machen selbst Folk-Legenden wie Fotheringay oder die Senkrechtstarter Milk Carton Kids einen kleinen Schlenker über Lüdenscheid. London-Tokio-Lüdenscheid, oder ähnlich. Läuft!

Harmonischer Eindruck

Die komplette Band plus Töchterchen Molly.
Die komplette Band plus Töchterchen Molly.

So geschehen auch bei John McCusker, der auf seiner Tour durch Deutschland, neben Berlin, Stuttgart und Bonn dann eben in Lüdenscheid einen Stop einlegte. Nichts normaler als das … 😉

Begleitet wurde er von seiner Frau, der irische Sängerin Heidi Talbot und seiner erst sechsjährigen Tochter Molly Mae, die am Mikrofon einige Lieder mitsang. Und damit die Herzen des Lüdenscheider Publikums im Sturm eroberte. Zusammen machten sie den harmonischen Eindruck einer glücklichen Familie, die viel Liebe und Zuneigung nicht nur füreinander, sondern auch für ihr Publikum hat.

Gelungenes Konzert

Sie gaben gemeinsam ein gelungenes Konzert.
Sie gaben gemeinsam ein gelungenes Konzert.

Ergänzt wurden sie von ihren drei jungen Mitspielern, Innes White, Toby Shaer und Padruig Morrison, an Akkordeon, Gitarre, Geige und Flöten jeglicher Art, die jeder für sich sehr beeindruckend beherrschte und damit viel zum Gelingen dieses Abends beitrugen.

John McCusker betonte ausdrücklich, wie wichtig ihm die Förderung und der Erfolg junger Menschen ist. Diese drei „Youngsters“ zeigten mit ihrem Talent, dass es mehr als richtig ist, in den künstlerischen Nachwuchs zu investieren.

Die Musik dieses Abends ging zu Herzen

Die Musik dieses Abends ging zu Herzen, dazu trugen auch einige Anekdoten über Deutschland bei, die John und Heidi zum Besten gaben.

Sie und ihre Kinder sind völlig verzaubert von den deutschen Weihnachtsmärkten und laut einstimmiger Meinung der Kinder hatte man spätestens nach dem Besuch des Bonner Weihnachtsmarktes sein absolutes Lieblingsland gefunden. Deutschland eben. Hier wollte man keinesfalls mehr weg. Schön, wenn man als europäischer Nachbar in Zeiten von „Brexit“ so einen guten Eindruck hinterlässt!

Man ist „einfach mal weg“

Der ruhende Pol der Band: Heidi Talbot
Der ruhende Pol der Band: Heidi Talbot

Der Musiker John McCusker bewegt sich sehr souverän und absolut sympathisch auf der Bühne. Seine Geige scheint lebendig zu werden, er entlockt ihr Töne und Harmonien, die den Zuschauer virtuos mitnehmen in eine andere Welt.

Man ist „einfach mal weg“, eingefangen von einer Musik, die ganz direkt die Seele berührt. Dazu ist er ein Sänger, der es eindrücklich versteht, mit seinem Gesang der Musik einen authentischen und einzigartigen Ausdruck zu verleihen.

Auch Heidi kann man sich schwer entziehen, ihre außergewöhnliche Stimme hat ein warmes Timbre, man fühlt als Zuschauer mit, ist fasziniert von ihrer Präsenz und Ausstrahlung. Sie ist spürbar die Bewahrerin der Truppe und ruhender Pol, sie hält alles zusammen.

Die ca. 350 Gäste waren an diesem Abend ganz und gar verzaubert von dieser Band und dankte es ihr mit stehenden Ovationen und viel Applaus.

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