Johanniter
Abschlussrunde im "Anderland": Die sieben Scholl-Schülerinnen haben bei den Johannitern jede Menge neue Erfahrungen gesammelt.

Lüdenscheid. Geduldsspiel für Aygin und Marie: Die beiden Schülerinnen vom Geschwister-Scholl-Gymnasium haben mit Gästen der Johanniter-Tagespflege gespielt. Das war nicht so einfach. Alten und demenziell veränderten Menschen eine Spielekonsole zu erklären, das war nicht so einfach. „Aber lustig“, sagt Aygin. Und eine Abwechslung zum Schulalltag. Aygin und Marie waren zusammen mit fünf weiteren Schülerinnen einen Vormittag lang zu Gast bei den Johannitern an der Philippstraße, um den Alltag in einer Pflegeeinrichtung zu werden. „Eine tolle Sache“, sagt Jutta Beißner, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei den heimischen Johannitern.

Besuch in Demenzwohngruppen

Im Fach Politik beschäftigen sich Scholl-Schülerinnen mit dem Thema Ehrenamt. In der Tagespflege und im „Anderland“, den drei Demenz-Wohngruppen an der Philippstraße sammelten sie völlig neue Erfahrungen. So wurden immer und immer wieder Aygins Haare bewundert und zwar immer wieder von der gleichen Frau. Aygin nahm die Komplimente immer wieder geduldig entgegen. „Das hast Du instinktiv richtig gemacht“, lobte Jutta Beißer die Schülerin. Der Umgang mit demenziell veränderten Menschen ist nicht leicht. Das erfuhren die sieben Schülerinnen auch bei ihren Besuchen in den Demenzwohngruppen und den Gesprächen mit den Tagesbegleitern in den Wohngruppen. „Selbst das Mensch-Ärgere-Dich-nicht-Spiel mussten wir immer wieder erklären.“

Sind die Bewohner glücklich?

Die sieben Schülerinnen hatten sich bewusst für den Besuch bei den Johannitern entschieden. „Ich wollte einfach mal sehen, wie das so ist“, sagte Lotte. Kira und Veronique wollten wissen, ob die Bewohner an der Philippstraße glücklich sind? Ihr Fazit: „Wir glauben ja.“

Andere Scholl-Schüler aus der Jahrgangsstufe sechs waren bei der Caritas, der Feuerwehr, der DLRG, In der Schulcafeteria oder beim Natureinsatz am Schloss Neuenhof unterwegs.

Johanniter-Jugend bald in Lüdenscheid

Wie fassen die sieben Schülerinnen ihren Projekttag bei den Johannitern in einem Wort zusammen? „Spannend, interessant, lustig“, geben sie ganz offen zu.

Solche unbefangenen und aufgeschlossenen jungen Leute wären auch in der Johanniter-Jugend willkommen, sagt Jutta Beißner. In Lüdenscheid soll eine solche Gruppe für Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und dreizehn Jahren eingerichtet werden. Zurzeit sammeln die Johanniter Erfahrungen mit einem Pilotprojekt in Altena. Auf dem Programm stehen Stadtspiele, Ersthelfer-Kurse und Freizeiten.

 

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