IT-Sicherheitstag im "Ciccolina", dem Restaurant der Turbo-Schnecken. Fotos: Kannenberg

Lüdenscheid. Am Donnerstag, 23. April, trafen sich mehr als 40 Vertreter namhafter Lüdenscheider Firmen sowie der SIHK, um sich in den angebotenen Fachvorträgen zum Thema IT-Sicherheit, darüber zu informieren, ob ihre Firma ausreichend vor Systemausfällen und Hackerattacken geschützt ist.

Immer öfter greifen Hacker deutsche Firmen an

Interessierte Zuhörer. Sie waren zahlreich erschienen.
Interessierte Zuhörer. Sie waren zahlreich erschienen.

Eingeladen hatte dazu die Firma INDUSYS, ein Lüdenscheider Systemhaus. Grund: Immer öfter greifen Hacker deutsche Firmen an. Ihr Ziel ist es, das interne Wissen der jeweiligen Firmen anzuzapfen und gewinnbringend an die Konkurrenz weiter zu verkaufen.

Durch die globale Vernetzung ist es zudem möglich, mit gezielten Angriffen auf große Firmen, nicht nur ihre internen Geheimnisse auszuspähen, sondern gleich weltweit übergriffig zu werden, nämlich direkt oder indirekt bei all denen, die mit dieser einen Firma vernetzt ist.

Livehacking veranschaulicht, dass es einfach ist, (ungeschützte) Daten zu hacken

Anschaulich verdeutlicht wurde dies bei einem Livehacking durch „if(is) institut für internet-sicherheit“, das wohl niemanden im Raum kalt ließ. Zoran Taijkovic, Geschäftsführer der INDUSYS GmbH, moderierte das Livehacking selbst und bewies in kürzester Zeit jedem der Gäste, wie einfach es ist, ungeschützte Dateien zu hacken, Handys zu knacken oder in private Daten Einsicht zu erhalten. Das war schon sehr eindringlich.

Dr. Wenzel vom Fraunhofer INSTITUT, der Wissenschaftler unter den Referenten.
Dr. Wenzel vom Fraunhofer INSTITUT (links), der Wissenschaftler unter den Referenten.

Dr. Wenzel vom Fraunhofer INSTITUT, eröffnete die Vortragsreihe dann auch mit einem Vorwort, das den wissenschaftlichen Aspekt des Themas und die Schäden, die  aus der Vernachlässigung des Themas IT-Sicherheit der  deutschen Wirtschaft erwachsen, beleuchtete.

Beeindruckend auch die Ausführungen der Sicherheits-Experten SOPHOS, OCEDO und Veeam. Die Veeam-Spezialisten waren dazu extra aus St. Petersburg, Russland angereist.

Das Wetter spielte zudem mit und so war auch die Fujitsu-Road Show, die sich vor dem Eingang des Ciccolina aufgebaut hatte, gut besucht. Überhaupt findet das Thema Sicherheit zunehmend Resonanz bei den Firmen in und um Lüdenscheid.

Nach den vielen Hiobsbotschaften großer Konzerne wie Sony, Disney oder ganzer Staaten, die durch Hacker ausspioniert werden, ist wohl jedem der Glaube abhanden gekommen, dass seine eigene Firewall dann noch einem gezielten Angriff standhalten könnte.

Hackerangriffe nehmen weltweit zu

Zoran Trajkovic, Geschäftsführer von INDUSYS.
Zoran Trajkovic, Geschäftsführer von INDUSYS.

Denn: Nach gemeinsamer Erkenntnis aller Sicherheitsexperten weltweit, zielen mittlerweile fast 30 Prozent der Angriffe gar nicht mehr direkt auf die großen Firmen ab, sondern auf die kleineren Zulieferer. Tendenz steigend!

Der Grund: Genau hier hat das ganze System seinen Schwachpunkt. Eine große Firma kann so gut geschützt sein, wie es ihr möglich ist, sie ist gezwungen, sich mit ihren Lieferanten zu vernetzten, Knowhow auszutauschen und dieses zur Verfügung zu stellen. E-Mails werden hin- und hergeschickt, Log-in-Portale für die Zulieferer eingerichtet.

Gedanken machen zum Thema Sicherheit ist wichtig

_DSC0105
Die Fujitsu Road-Show zeigte den Gästen die Innovationen der derzeitigen Computertechnik.

Die Zulieferer selbst sind aber oft keineswegs in der Lage, sich so umfassenden vor Spähern zu schützen, wie ein großes Unternehmen, das durch seine Präsenz auf dem weltweiten Markt gezwungen ist, wachsam zu sein.

Zulieferer und kleinere Betriebe, die die sogenannten „Großen“ beliefern, sollten sich daher zeitnah darüber bewusst werden, wie schwer es in der Zukunft werden wird, sich vor gezielten Angriffen zu schützen und welcher finanzielle Aufwand dann dafür notwendig sein wird.

Ciccolina – ein geschmackvolles Ambiente

Das Team des "Ciccolina" sorgt durch den guten Service für den Wohlfühlfaktor.
Das Team des „Ciccolina“ (hier Mike Starink) sorgte durch den guten Service für den Wohlfühlfaktor.

Das Team des „Ciccolina“ gab auch an diesem Tag sein Bestes, um den Anwesenden die Brisanz der Vorträge durch ein professionelles Catering zu versüßen.

In dem geschmackvollen Ambiente des ehemaligen Industriebaus an der Bräuckenstraße wurden die Gäste bestens ver- und umsorgt.

So staunt man ganz generell nicht nur als Lüdenscheider immer wieder aufs Neue, was aus diesem ehemals so heruntergekommenen Fabrikgebäude geworden ist.

Ein Ort, der die Stadt bereichert

Brigitte Klein, 1. Vorsitzende der Turbo-Schnecken zeigt gemeinsam mit Franz Steinhauer, der das Event hauptverantwortlich organisierte, ein Bild vom früheren Zustand der Räumlichkeiten.
Brigitte Klein, 1. Vorsitzende der Turbo-Schnecken zeigt gemeinsam mit Franz Steinhauer von der INDUSYS, ein Bild vom früheren Zustand der Räumlichkeiten.

Ein Ort, der die Stadt wirklich bereichert und an dem sich gepflegte Gastronomie, Sport, Kultur und Gesundheit ein sich gegenseitig inspirierendes Stelldichein geben.

Die 1.Vorsitzende der Turbo-Schnecken Brigitte Klein schaute denn zwischendurch auch als gute Gastgeberin vorbei und zeigte der Runde ein Foto von dem desaströsen Zustand der alten Halle, bevor
man das Gebäude zu dem machte, was es jetzt ist.

 

 

 

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here