Das Internet-Angebot der Stadt Lüdenscheid erspart Manchem durchaus den ein oder anderen Gang zum Amt. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Der digitale Wandel im Lüdenscheider Rathaus schreitet voran. Im Märkischen Kreis liegt Lüdenscheid vorn. NRW-weit erreicht die Bergstadt aber nur Platz 46. Den muss sie sich zudem mit weiteren 19 Städten und Gemeinden an Rhein und Ruhr teilen.  Das hat ein Homepage-Test der Fraktion der Grünen im NRW-Landtag ergeben.

Chancen der Digitalisierung

Die Grünen wollten wissen, wie die Stadt- und Gemeindeverwaltungen die Chancen der Digitalisierung nutzen, um ihre Service-Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Dazu wurden die Homepages aller 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen untersucht und die Angebote bewertet. Unterstützt wurde die Fraktion von Open-Data-Experten aus NRW. Sie haben die Politiker fachlich beraten und den Test begleitet.

Arbeitsgrundlage für Verbesserungen

Das Ziel der Aktion war es, den Fortschritt des digitalen Wandels in NRW zu untersuchen und (aktiv) mitzugestalten. Besonders wichtig waren den Grünen dabei die Aspekte Bürgerservice, Transparenz, Beteiligung und Barrierefreiheit. Sie benennen gute Beispiele, damit andere Städte und Gemeinden von diesen Anregungen profitieren können. Für Städte und Gemeinden, die ihr Angebot verbessern wollen, sei der Online-Check, so die Grünen, eine optimale Arbeitsgrundlage.

Bewertet wurden die drei wichtigsten Aspekte von Bürgerservice, Transparenz und Beteiligung im Internet:

E-Government: Welche Angebote gibt es, um Verwaltungsvorgänge online und dadurch schnell und unkompliziert von zu Hause ohne den Mehraufwand eines Besuchs bei der Stadtverwaltung zu erledigen? Ein Beispiel ist die Online-Reservierung für das Wunsch-Kennzeichen bei der Kfz-Zulassung.

Open Government: Wie werden die Bürgerinnen und Bürger bei Entscheidungsprozessen eingebunden? Wie können sie die Politik in ihrer Stadt mitgestalten?

Open Data: Wie transparent sind die Rathäuser? Welche Daten und Informationen werden proaktiv von den Verwaltungen im Internet zur Verfügung gestellt? Ein gutes Beispiel ist das Open-Data-Portal der Stadt Moers, in dem sämtliche Informationen bereitgestellt werden – von der Ratssitzung bis zur nächsten Straßenbau-Maßnahme.

Online-Beschwerdeabgabe

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Barrierefreiheit der Angebote. Gerade für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderungen können Online-Angebote den Alltag erleichtern und sind eine Möglichkeit zur Teilhabe. Viele Kommunen bieten auf ihren Seiten eine Vergrößerung der Schrift, das Verstärken der Kontraste oder die Möglichkeit, sich einen Text vorlesen zu lassen.

Im Bereich E-Government hat Lüdenscheid erste Schritte unternommen. Hier vergeben die Grünen sechs Punkte. Zum Vergleich: Spitzenreiter Bonn heimste in dieser Kategorie elf Punkte ein. Da ist noch Luft nach oben vorhanden. Aber immerhin: Nach Auffassung der Grünen zeigt das Lüdenscheider Angebot mit dem Online-Fundbüro oder die Online-Beschwerdeabgabe wichtige Schritte in Richtung Bürgerfreundlichkeit.

Der komplette Online-Check ist unter http://www.gruene-fraktion-nrw.de/online-check zu finden.

 

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