Die „Integration von Zugewanderten als Herausforderung und Chancen für die ländlichen Räume“ stand im Mittelpunkt der Veranstaltung in Lüdenscheid.

Lüdenscheid. Die „Integration von Zugewanderten als Herausforderung und Chancen für die ländlichen Räume“ zu diskutieren, war Ziel einer Impulsveranstaltung, zu der die Südwestfalen-Agentur jetzt in Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg und dem Märkischen Kreis eingeladen hatte.

Aber es ging noch um mehr: Denn den gut 50 Teilnehmern im Kreishaus war besonders wichtig, voneinander zu lernen, gute Beispiele für das eigene Umfeld mitzunehmen und das Thema aus den unterschiedlichen Perspektiven kennen zu lernen. Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper ging in ihrer Begrüßung auf die konkrete Flüchtlingshilfe im Märkischen Kreis ein. Nach der Erstaufnahme sei jetzt wichtig, die Menschen langfristig in die Gesellschaft zu integrieren und ins alltägliche Leben hinein zu ziehen. Prof. Dr. Hilde Schröteler-von Brandt von der Uni Siegen beleuchtete Integration unter den Gesichtspunkten der demographischen Veränderungen sowie des Wohn- und Arbeitsmarktes und machte deutlich, welche Gelingensfaktoren eine Rolle spielen. Aus der Förderpraxis mit dem Schwerpunkt LEADER-Förderung berichteten Andreas Pletziger als Dezernent für ländliche Entwicklung bei der Bezirksregierung Arnsberg. Bernd Grunwald vom Kommunalen Integrationszentrum des Märkischen Kreises zeigte die vielfältigen Aktivitäten des Kreises zum Thema Integration. Projektideen, wie Integration gelingen kann stellte Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen Agentur vor. Dabei ging sie vorrangig auf die Ergebnisse des zweitägigen Workshops ein, den die Agentur Ende April mit der Deutschen Vernetzungsagentur (DVS) in Altena und Arnsberg durchgeführt hatte.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass erfolgreiche Integration von Menschen aus Krisengebieten hier in Südwestfalen zunächst eng mit Infrastruktur im Hinblick auf z.B. Mobilität, Wohnen und Schulbesuch verknüpft ist. Weitaus dringender als sperrige Programme würden zudem „Kümmerer“ benötigt, die den Zugewanderten individuell und bei ganz alltäglichen Problemen zu Seite stehen.

Dr. Stephanie Arens zog nach der Veranstaltung ein positives Fazit: „In ganz Südwestfalen und in den unterschiedlichen Bereichen gibt es schon eine ganze Weile Menschen, die sich intensiv um Zugewanderte in ihren Dörfern und Kommunen kümmern.“ Wichtig aus ihrer Sicht sei neben der weiteren Vernetzung und der Betrachtung der Problematik aus unterschiedlichen Perspektiven auch der Austausch der beteiligten Akteure untereinander und eben das Einbeziehen der Menschen in das Alltagsleben. Dazu können etwa auch konkrete Projekte der Dorf- und Quartiersentwicklung gehören. Aus diesem Grund sollen auch in den übrigen südwestfälischen Kreisen ähnliche Veranstaltungen angeboten werden. Die Impulsveranstaltung des Kreises Olpe findet am Mittwoch, 29. Juni, im Kreishaus statt. Die Veranstaltungen in den Kreisen Soest, Siegen-Wittgenstein und im Hochsauerlandkreis sind nach den Sommerferien geplant.

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