Zahlreiche Aussteller zeigten am Samstag Produkte, Dienstleistungen und andere Angebote für Diabetiker. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Modernste Technik hält den Feind im eigenen Körper in Schach. Welche aktuellen medizinischen Therapiemöglichkeiten Diabetiker einsetzen können, um ihren Zucker zu kontrollieren, das erfuhren Besucher am Samstag beim 2. Diabetikertag im Zentrum für jugendliche Diabetiker am Danziger Weg. Eine Messe mit über 20 Ausstellern zeigte eine breite Auswahl an Hilfsmitteln, darunter beispielweise Messgeräte kombiniert mit einer Einstichhilfe.

„Mit Diabetes leben“ – dieser Slogan des Diabetikerzentrums betrifft in Deutschland rund sieben Millionen Menschen, die am Diabetes-Typ 2 leiden. Ihr Körper spricht nicht mehr ausreichend auf Insulin an. Als Folge kann der Blutzuckerspiegel gefährlich ansteigen. „Die Tendenz ist steigend“ berichtete Dr. Sebastian Baum in einem der Fachvorträge. Betroffen seien vor allem ältere Menschen. „50 Prozent der Diabetiker sind über 65 Jahre alt.“

Ein Leben lang spritzen

Am Danziger Weg leben junge Menschen, die vom Diabetes Typ 1 betroffen sind. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Insulinproduktion ausfällt. Deshalb müssen sie das lebenswichtige Hormon ein Leben lang spritzen.

Einrichtungsleiter Uwe Scharf: "Die Kinder und Jugendlichen vollbringen bemerkenswerte Leistungen." Foto: Wolfgang Teipel
Einrichtungsleiter Uwe Scharf: „Die Kinder und Jugendlichen vollbringen bemerkenswerte Leistungen.“ Foto: Wolfgang Teipel

„Die Kinder und Jugendlichen vollbringen bemerkenswerte Leitungen“, sagte Einrichtungsleiter Uwe Scharf am Samstag. In einer lebensbelasteten Situation müssten sie ihre Familien verlassen und sich in der Einrichtung am Danziger Weg eine neue Heimat suchen. „Da fließen am Anfang auch Tränen.“

Dank an den Förderverein

Die flössen meist aber auch beim Abschied nach einigen Jahren, eben weil sie am Danziger Weg eine neue große Familie gefunden hätten. Das sei auf das Engagement von Michael Langhals und seinem Team zurückzuführen. Zugleich dankte Uwe Scharf dem Förderverein des Diabetikerzentrums. Er habe die Einrichtung allein in diesem Jahr mit rund 15.000 Euro bei verschiedenen Projekten unterstützt.

Bürgermeister: Einrichtung auf gutem Kurs

Bürgermeister Dieter Dzewas, Schirmherr des 2. Diabetikertages, nannte die Arbeit am Danziger Weg eine „anspruchsvolle Aufgabe“. Die inzwischen modernisierte Einrichtung sei auf einem „guten Kurs“.

Spitzensportler engagieren sich

Alexander Piel, mehrfacher deutscher Meister im Karate findet, das „Leistungssport zu Diabetes passt, wie die Faust aufs Auge“. Er gehört zu einer Gruppe Spitzensportler, die selbst unter dem Diabetes Typ 1 leidet und sich im Kampf gegen die Krankheit engagiert. Alexander Piel war ebenso Referent beim Diabetikertag wie die Lüdenscheider Kraftsportlerin Kirsten Schwade. Weitere Referenten waren neben Dr. Sebastian Baum (Staberg-Apotheke) Rainer Obenauer, Geschäftsführer des VDBS-Versicherungsdienstes, Dr. Jolanta Wittek-Pakulo und Claudia Krüger sowie der der Plettenberger Diabetes-Experte und Facharzt Dr. Gerd Friese.

Uwe Scharf begrüßt Rainer Obenauer, Geschäftsführer des VDBS-Versicherungsdiensters. Foto: Wolfgang Teipel
Uwe Scharf begrüßt Rainer Obenauer, Geschäftsführer des VDBS-Versicherungsdiensters, der am Samstag zum Referenten-Team zählte. Foto: Wolfgang Teipel

 

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