Tobias Link hat die Deckenskulptur entworfen. Sie besteht aus Gipskarton. Foto: Tom Gundelwein



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Das Lüdenscheider Unternehmen Insta und der Saarbrücker Lichtplaner Tobias Link haben in Frankfurt ein interessantes Projekt umgesetzt. Erstmals in der Geschichte der 1959 gegründeten Möbel Martin GmbH und Co KG wurde für das bis dato größte Geschäftshaus auch eine professionelle Lichtplanung vorgenommen.

Mit Tobias Link verbindet Insta eine jahrelange gute Zusammenarbeit, so dass Insta im Innenbereich mit LED Downlights des Typs instalight 3210 und 3242 die gewünschten Beleuchtungsaufgaben realisieren konnte. Link entwickelte beispielsweise die beispielsweise „Fuchsfeuer“, die Fassadenbeleuchtung von Insta, die während der Lichtrouten 2013 am neuen Gebäude auf der Hohe Steinert zu sehen war.

Die Lichtplanung für Möbel Martin umfasst alle Außenbereiche wie Fassade, Parkplatz und Verkehrsflächen, sowie im Innenbereich die Deckengestaltung, Verkehrsflächen und Restaurant. Ein besonderes Highlight, heißt es auf der Homepage von Insta, stelle die Deckengestaltung im Atrium dar. Das Atrium bilde das Herz des Kaufhauses und sei der Hauptverkehrsknotenpunkt und Bühne für Aktionsflächen.

Gestaltung statt purer Technik

Eine von Tobias Link entworfene Deckenskulptur aus Gipskarton gestalte die sonst sehr zurückhaltenden, eher technisch gebauten Deckenflächen attraktiver. Sie bestehe aus einer Welle mit einer Amplitude von 1,2 Meter. Aus der Welle wurden ein Ring und ein Loch in der Mitte der ovalen Geometrie des Atriums herausgeschnitten. Diese zurückspringenden Flächen werden indirekt beleuchtet und nehmen tiefstrahlende Downlights für die EG-Fläche auf.

Erinnerung an ziehende Wolken

Die komplette Struktur wird aus dem zweiten Obergeschoss mit kopfbewegten LED-Movingheads in einem Licht in höherer Farbtemperatur und changierenden Abstrahlwinkeln nachgefahren. Auf fast unbewusste Weise entsteht so ein dynamisches Moment beim Betrachter, das in unmerklichen Intervallen auftritt und an ziehende Wolken erinnert.

Quadratische Licht-Deckenelemente helfen bei der Orientierung im Raum, sie zeigen große Kreuzungspunkte sowie Übergänge zu den Aufzügen an. Die Beleuchtung der Hauptverkehrsflächen wurde gestalterisch zugunsten der Ausstellungsfläche stark reduziert. Somit entsteht ein angenehmer Kontrast, der den Blick des Betrachters auf die Exponate lenkt. Gleichzeitig konnte so Energie eingespart werden.

Projektion statt selbstleuchtend

Dies gelang auch durch den Austausch der bisher verwendeten Kompaktleuchtstofflampen durch LED, die nun den Weg in kleinen Abständen mit definierten Lichtinseln rhythmisieren. Das Gesamtvolumen der eingesparten Energie allein in den Verkehrswegen lag bei 18 Prozent im Vergleich zu den früher umgesetzten Konzepten. Eine Besonderheit liegt auch in der Werbebeleuchtung. Diese wurde früher mit energieaufwändigen selbstleuchtenden Großflächentransparenten realisiert. In Mainz hingegen wurden die Werbeflächen und Schriften flach auf die Fassade montiert und mittels einer exakten Aufprojektion aus dem Bereich der Theatertechnik scharf abgegrenzt angestrahlt.

Deutlicher Einspareffekt

Um den Effekt durch einen höheren Kontrast noch stärker wirken zu lassen, wurde die sonst übliche Fassadenbeleuchtung stark reduziert. Somit konnte in diesem Fall der Energieverbrauch um über 60 Prozent im Vergleich zu den älteren Möbelhäusern gesenkt werden.

Die Projektbeteiligten
Bauherr: Möbel Martin GmbH & Co KG
Architekt: Architekten Stumperl & Becker GmbH
Elektroplanung: BIG Bechthold Ingenieurgesellschaft mbH
Steuerung: e:cue
LED-Technik: Insta Elektro GmbH, Lüdenscheid

 Foto: © Tom Gundelwein

 

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