Eine Initiative macht sich seit einiger Zeit für den Erhalt der Stadthalle stark. Foto: WolfgangTeipel

Meinerzhagen. Hermann-Josef Lobner hat als Kulturamtsleiter der Stadt Meinerzhagen ungezählte Stunden in der Stadthalle verbracht. Dienstlich, versteht sich. Er ist schon lange pensioniert. Aber schon wieder verbringt er viel Zeit mit der Stadthalle. Zusammen mit der Initiative „Pro Stadthalle“ setzt er sich für den Erhalt des Gebäudes ein. Es soll der zentrale Veranstaltungsort in der Volmestadt bleiben.

Wo liegt die große Chance?

Den Plänen, an dieser Stelle möglicherweise ein Einkaufszentrum zu errichten, kann er nichts Positives abgewinnen. „Wo ist liegt große Chance, die eine Aufgabe dieses Hauses rechtfertigen würde?“, fragt sich die Initiative.

Deshalb macht sie sich für den Erhalt stark. Sie sucht Mitstreiter, verteilt Aufkleber, sammelt Unterschriften und verkauft seit Mittwoch auch Taschen mit dem Logo der Initiative.

50 Taschen für die Kerspe-Knappen

Klaus Müller, Vorsitzender des Kiersper Schalke 04-Fanclubs „Kerspe-Knappen“, hat gleich 50 Beutel für die Anhänger der Blau-Weißen gekauft. Unterschriftenlisten hat er am Mittwoch ebenfalls mitgenommen. „Wir fahren meist mit 60 Leuten zu den Spielen“, berichtete er. „Da kommen schnell einige Unterschriften zusammen.“

Tradition muss erhalten bleiben

Am Mittwoch fanden sich weitere Käufer ein. Foto: Klaus Bohner
Am Mittwoch fanden sich weitere Käufer ein. Foto: Klaus Bohner

Kiersper unterschreiben für die Meinerzhagener Stadthalle? Klaus Müller sieht darin kein Problem. Außerdem: „Rund ein Drittel unserer Mitglieder kommen aus Meinerzhagen.“ Und: „Die wollen bestimmt, dass die Fanbus-Haltestelle weiter Stadthalle heißt und nicht irgendwann Haltestelle Einkaufszentrum.“ So wie Schalke ein Traditionsverein sei, müsse auch diese Tradition beibehalten werden.

Wie geht’s weiter?

Wie geht’s weiter mit der Stadthalle, die unter anderem das riesige Wandgemälde “Intihuatna“ („Sonnenfessler) des peruanischen Malers Antonio Maró beherbergt? Das ist noch völlig offen. Nimmt das Landesdenkmalamt das Gebäude in die Denkmalliste auf, könnte sich das Thema Einkaufszentrum erledigt haben. Sollte die Stadthalle die Kriterien der Denkmalschützer nicht erfüllen, wird die Zukunft des Gebäudes voraussichtlich über einen Ratsbürgerentscheid geklärt.

Bis dahin wird Hermann-Josef Lobner sicher noch ungezählte Stunden mit dem Thema Stadthalle verbringen.

 

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