Engagierte Teilnehmer der Diskussionsrunde »Wirtschaft 4.0« (v.l.): Peter Sieger (Sauerland Initiativ), Dr. Jens Heidenreich (Phoenix Feinbau GmbH & Co. KG), Walter Mennekes (MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG), Egbert Neuhaus (M. Westermann & Co. GmbH), Karin Schulze (Sauerland Initiativ), Armin Laschet (CDU Nordrhein Westfalen), Gudrun Winner-Athens (Winner Spedition GmbH & Co. KG), Adalbert M. Neumann (Busch-Jaeger Elektro GmbH), Oliver Schuster (Vossloh AG), Jörg Bartmann (Sauerland Initiativ), Gustav-Dieter Edelhoff (Lobbe Holding GmbH & Co. KG) und Prof. Dr. Henning Zoz (Zoz GmbH). Foto: Sauerland Initiativ

Sauerland. Die drittstärkste Wirtschaftregion Deutschlands ist bei der Vergabe der fünf Kompetenzzentren für die Industrie 4.0 leer ausgegangen. Für die Unternehmervereinigung »Sauerland Initiativ« völlig unverständlich und ein Grund mehr, sich für das Sauerland, dem starken Herz von Südwestfalen, zu engagieren. „Wir sind am Ball und lassen uns nicht abhängen“, machte die Vorsitzende Karin Schulze deutlich, die am Montagabend zur Gesprächsrunde bei M. Westermann (WESCO) in Arnsberg eingeladen hatte.

Wichtiges Thema für die regionale Wirtschaft

Industrie 4.0, die vierte industrielle Revolution, ist momentan das Thema der Wirtschaft. Es geht um die Vernetzung von Bauteilen und Produktionssystemen. »Sauerland Initiativ« will deutlich machen, wie wichtig dieses Thema für die regionale Wirtschaft ist. Neben Adalbert Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung Busch-Jaeger/ABB, Walter Mennekes, Geschäftsführender Gesellschafter Mennekes, Gustav-Dieter Edelhoff, Lobbe Holding, Egbert Neuhaus, Geschäftsführer M. Westermann, Dr. Jens Heidenreich, Geschäftsführer Phoenix Feinbau, Oliver Schuster, Vorstandsmitglied Vossloh, Gudrun Winner-Athens, Geschäftsführerin Winner Spedition sowie Prof. Dr. Henning Zoz, Geschäftsführer ZOZ, begrüßte der journalistische Berater der Initiative, Jörg Bartmann, als prominentesten Gast Armin Laschet. Der CDU-Oppositionsführer im NRW-Landtag zeigte großes Interesse und Verständnis für die Sorgen der Unternehmer.

Schnelles Internet unabdingbar

Um bei der Industrie 4.0 vorne mit dabei zu sein, braucht es Standards, Datenanalyse, Serviceklassen, Sicherheit im Netz, qualifiziertes Personal und vor allem eine funktionierende Infrastruktur. Vernetzungsspezialist Adalbert Neumann machte deutich, dass vor allem eines unabdingbar ist: schnelles Internet. Hier gibt es im Sauerland jedoch noch viel zu viele Lücken. „Wir haben zwar eine ordentliche Datenleitung, brauchen aber eine zweite als Backup“, berichtete beispielsweise Oliver Schuster, Vorstandsmitglied des Bahninfrastrukturunternehmens Vossloh. „Es gibt aber keine.“

Datensicherheit und Arbeitsplätze

Es geht dabei nicht nur um die Datensicherheit, sondern natürlich auch um Arbeitsplätze. „Werden die Voraussetzungen im Sauerland nicht geschaffen, ist die Beschäftigung der Menschen in Gefahr“, warnte Gudrun Winner-Athens vor möglichen Folgen. Es sei mithin unverständlich, dass die Region von der Politik so stiefmütterlich behandelt werde. Winner-Athens machte in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen schlechten Straßen und maroden Brücken im Sauerland aufmerksam.

Armin Laschet signalisierte der Unternehmervereinigung seine Kooperationsbereitschaft. 2016 werden elf weitere Kompetenzzentren für die Industrie 4.0 vergeben. Das erklärte Ziel von »Sauerland Initiativ« ist, dann dabei zu sein.

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