Lüdenscheid. Bei den Vorplanungen zum Integrierten Handlungskonzept (IHK) Altstadt überschlagen sich die Ereignisse. In der Sitzung des Planungsausschusses am 25. Februar präsentierte Stadtplaner Martin Bärwolf eine neue Kostenaufstellung. Der Grund: Bei der geplanten Erneuerung der Wilhelmstraße können keine Anliegerbeiträge erhoben werden. So verteuert sich diese Einzelmaßnahme nach Angaben Bärwolfs um rund eine Million Euro.

Am bereits reduzierten Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro (16 Millionen Euro Förderung und vier Millionen Eigenanteil der Stadt) soll sich allerdings nichts ändern. Die Mehrkosten werden durch Einsparungen bei anderen Vorhaben ausgeglichen. „Unter dem Strich ist das Konzept aber nicht gefährdet“, betonte Bärwolf.

Hoher Anstimmungsbedarf

Die rechtzeitige Fertigstellung des Förderantrags forderte die Verwaltung in einem ganz besonderen Maße. „Für das IHK Altstadt ist ein hoher Abstimmungsbedarf erforderlich“, sagte der Stadtplaner. Dazu komme der enge Zeitplan. Am 2. März solle der Rat über den Verwaltungsvorschlag beschließen, damit der Antrag rechtzeitig am 6. März bei der Bezirksregierung Arnsberg vorliege. „Selbstverständlich vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien in Lüdenscheid“, versicherte Martin Bärwolf. Der Planungs- und Umweltausschuss wird am 25. März abschließend beraten. Der endgültige Ratsbeschluss soll am 20. April verabschiedet werden.

Aufwendiges Genehmigungsverfahren

Ist das IHK Altstadt in trockenen Tüchern, führt ein aufwendiges Genehmigungsverfahren dazu, dass die aufwendigen Baumaßnahmen nicht von 2019 erfolgen. Das Land erwarte für jede Einzelmaßnahme einen Antrag mit detaillierte Kostenschätzung jeweils zu Anfang eines Jahres. Im Herbst sei dann mit den Bewilligungsbescheiden zu rechnen. Erst danach könne das Vergabeverfahren eingeleitet und der Auftrag abgewickelt werden.

So werde es gelingen, die Hauptbautätigkeit auf zwei Jahre zu komprimieren. Das führe zum einen dazu, dass die Stadt ihren Anteil von vier Millionen Euro über mehrere Jahre strecken könne. Die Hauptbelastung liege dann auf den Jahren 2019 und 2020. Zum anderen entlaste die Zusammenfassung der Bautätigkeit auf zwei Jahre die Stadt und die Geschäftswelt von Baustellen.

Martin Bärwolf wies auf nicht förderfähige Kosten in Höhe von rund 2,725 Millionen Euro hin, mit denen bei der Umsetzung des IHK Altstadt zu rechnen sei. Sie entstehen durch den Einsatz von zusätzlichem Personal, das für die Projektabwicklung dringend benötigt wird. Dazu kommen Kosten für juristische Beratung, Projektsteuerung und Beauftragung von Dritten.

 

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