Torsten Kasubke, 2. Bevollmächtigter der IG Metall: "Im Märkischen Kreis wird es nie langweilig." Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Die IG Metall im Märkischen Kreis zieht zur Jahresmitte eine Halbzeitbilanz. Rund 600 neue Mitglieder sind in den ersten sechs Monaten zu verzeichnen. In vielen Betrieben im Kreisgebiet mussten betriebliche Lösungen gefunden werden, um Arbeit zu sichern und eine Zukunftsperspektive für Unternehmen und Belegschaften zu schaffen. Dazu kommt die gewerkschaftliche Alltagsarbeit: Rechtliche Einzelberatung, Betreuung von Betriebsräten und Jugendvertretungen sowie die Durchführung von Schulungsveranstaltungen für betriebliche Funktionäre und aktive Gewerkschafter.

„Im Märkischen Kreis wird es nie langweilig“, stellt Torsten Kasubke, Zweiter Bevollmächtigter der märkischen IG Metall, fest. „Bei über 200 Betriebsräten in unserem Betreuungsbereich und rund 23.000 Mitgliedern wollen und müssen wir liefern.“

Tarifbindung hergestellt

In einigen Betrieben im Kreisgebiet konnte erstmalig beziehungsweise nach langer Zeit wieder die Tarifbindung hergestellt werden. In einigen Betrieben steht die Rückkehr zur Tarifbindung kurz bevor. Hier ist die heimische IG Metall unter anderem in Hemer, Menden, Meinerzhagen, Werdohl und Halver aktiv gewesen. „Tarifpolitik ist unser täglich Brot. Kollektive Lösungen für alle im Betrieb – und im besten Fall in einer Branche – schützen die Beschäftigten. Sie müssen dann nicht einzeln in der Personalabteilung vorstellig werden und um jeden Cent mehr betteln“, bekräftigt Gudrun Gerhardt, Erste Bevollmächtigte der IG Metall im Märkischen Kreis.

Gudrun Gerhardt in wichtigem Gremium

Die märkische IG Metall kann zudem einen Erfolg verbuchen: Gudrun Gerhardt soll nach dem Willen der nordrhein-westfälischen Metaller demnächst im Beirat der IG Metall in der Frankfurter Zentrale mitwirken. Der Beirat ist ein wichtiges Gremium, das die politischen Leitlinien zwischen den alle vier Jahre stattfindenden Gewerkschaftstagen mitbestimmt.

Gerhardt, die auch Mitglied der Verhandlungskommission für die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen ist, freut sich über die Berufung: „Es zeigt, dass unsere Arbeit vor Ort auch über den Märkischen Kreis hinaus wertgeschätzt wird. Südwestfalen ist in NRW die Industrieregion Nummer eins – hauptsächlich bestimmt durch mittelständische und kleinere Unternehmen. Ich will die Interessen der Beschäftigten in diesen Betrieben auch vor dem Vorstand der IG Metall vertreten.“

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