Aus Plettenberg, Schalksmühle, Iserlohn und Lüdenscheid fuhren rund 150 IG MetallerInnen nach Berlin, um gegen das geplante Freihandelsabkommen zu demonstrieren.

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Am vergangenen Samstag fand vor der Siegessäule in Berlin eine Großdemonstration gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP statt. Mehr als 200.000 Menschen äußerten ihren Unmut durch ihre Teilnahme. Über 500 Organisationen unterstützten den Aufruf zur Demonstration. Darunter befinden sich vielfältige Gruppierungen wie die Arbeitsgemeinschaft ländliche Bauerngemeinschaft, der Deutsche Kulturrat und Brot für die Welt. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) rief zur Demo auf.

Mit drei Bussen nach Berlin

Die heimische IG Metall organisierte drei Busse, die vom Märkischen Kreis aus in die Hauptstadt fuhren. Aus Plettenberg, Schalksmühle, Iserlohn und Lüdenscheid fuhren rund 150 Metallerinnen und Metaller nach Berlin, um gegen das geplante Freihandelsabkommen zu demonstrieren.

Gudrun Gerhardt: Nichts gegen freien Handel, aber . . .

Gudrun Gerhardt, erste Bevollmächtigte der IG Metall im Märkischen Kreis, meint: „Nichts spricht gegen freien Handel. Wenn Bürokratie abgebaut werden kann und dadurch hier hergestellte Waren leichter auch außerhalb Europas vertrieben werden können, spricht da nichts gegen. Es gibt aber Grenzen: Wenn durch ein Abkommen hier geltendes Arbeitsrecht und Tarifverträge gebrochen werden können, ist das mit uns nicht zu machen. Wir lassen unsere Rechte nicht in Geheimverhandlungen aufs Spiel setzen. Verbraucher- und Umweltstandards dürfen auch nicht angetastet werden. Außerdem stellt sich auch die Frage, warum entsprechende Handelsabkommen nicht in einem größeren Rahmen verhandelt werden. Ärmere Länder werden von TTIP nicht profitieren – im Gegenteil. Und gerade dort finden wir den Großteil der weltweiten Krisen.“

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