Ida Gerhardi
Die Südkoreanerin Ail Hwang, die in Düsseldorf lebt und arbeitet, ist Trägerin des Ida-Gerhardi-Preises 2016. Sparkassenvorstand Markus Hacke gratulierte der Künstlerin und übergab ihr den Preis. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Architektur, Zeichnung und Skulptur: Die Werke von Ail Hwang haben die Jury überzeugt. Die 35-jährige Südkoreanerin ist Trägerin des Ida-Gerhardi-Preises 2016. Der Preis wird von der Sparkasse Lüdenscheid gestiftet. Am Freitagabend nahm sie den Preis entgegen.

Ail Hwang ist mit ihren Werken gleich an zwei Plätzen in der Städtischen Galerie vertreten.

Die Installation "Reconstruction III" von Ail Hwang. Foto: Wolfgang Teipel
Die Installation „Reconstruction III“ von Ail Hwang. Foto: Wolfgang Teipel

Im schmalen Gang im dritten Ausstellungsraum in ersten Stock hatten sie eine subtile Skulptur aus Licht und Schatten („Reconstruction III“) erschaffen. Begleitet wird dieses Werk von drei Wand-Arbeiten im Forum:

Die Arbeit der aus Südkorea stammenden Künstlerin im Forum. Fozo: Wolfgang Teipel
Die Arbeit der aus Südkorea stammenden Künstlerin im Forum. Fozo: Wolfgang Teipel

Es handelt sich um Styroporplatten, auf denen die Künstlerin durch Herausreißen von Fragmenten unregelmäßige Hebungen und Senkungen entstehen lässt. Die sich plastisch in den Raum wölbenden Platten markieren Übergänge zwischen zweidimensionalem „Bild“ und dreidimensionaler Skulptur im Forum, im weitere Installationen, Bilder und Skulpturen zu sehen sind. In ihrem künstlerischen Schaffen nimmt Ail Hwang formal und thematisch Aspekte und Fragestellungen des Raums auf und setzt diese in filigrane und ästhetisch reduzierte Objekte um.

Laufbahn begann an der Frauenuniversität Seoul

Ail Hwang (Jahrgang 1981) studierte an der Kunstakademie Münster, wo sie 2012 als Meisterschülerin von Maik und Dirk Löbbert mit einem Diplom abschloss. Ihre Laufbahn begann 2000 mit einem Studium der Freien Kunst an der Frauenuniversität Seoul (Abschluss BA).

Sparkassenvorstand Markus Hacke überreichte Ail Hwang den Preis, der aus einem Preisgeld von 5000 Euro plus 3000 Euro für eine Auftragsarbeit besteht.

Die Aussteller: Kristina Berning, Alexander Gloel, Daniel Grüttner, Philipp Goldbach, Ail Hwang, Ulrike Kazmaier, Lea Kuhl, Anna Lytton und Eilike Schlenkhoff. Es fehlt Julia Arztmann. Foto: Wolfgang Teipel
Die Aussteller: Kristina Berning, Alexander Gloel, Daniel Grüttner, Philipp Goldbach, Ail Hwang, Ulrike Kazmaier, Lea Kuhl, Anna Lytton und Eilike Schlenkhoff. Es fehlt Julia Arztmann. Foto: Wolfgang Teipel

Hacke: „Beachtliches Statement“

„Alle zehn Künstler geben mit ihrer Bewerbung um den Ida-Gerhardi-Preis ein beachtliches Statement ab“, sagte Markus Hacke vor zahlreichen besuchern. Es lautet: ‘Kunst jetzt‘“!

Ein Blick zurück: In 25 Jahren Ida-Gerhardi-Preis haben sich 1990 Künstlerinnen und Künstler um den Preis beworben. 210 durften in der Städtischen Galerie ausstellen. Ursprünglich war der Preis zur Förderung heimischer Künstler gedacht. Erste Preisträgerin im Jahr 1990 war Claudia Terstappen. Im Laufe der Zeit wurden die Ausschreibungskriterien mehrfach verändert. Aktuell dürfen sich Kunstschaffende bewerben, die entweder aus NRW stammen, zwischen Rhein und Ruhr leben oder eine Kunsthochschule in NRW besuchen. „Das hat den Preis immer weiter nach vorn gebracht“, sagte Markus Hacke.

Die Jury: Die Jury bestand in diesem Jahr aus Prof. Dirk Löbbert (Künstler, Köln), Rouven Lotz (Emil-Schumacher-Museum, Hagen), Prof. Udo Dziersk (Kunstakademie Düsseldorf), Gesine Grundmann (Preisträgerin 2013) und Dr. Susanne Conzen, Leiterin der Städtischen Galerie Lüdenscheid. Die Jury wählte die zehn Aussteller und Preisträgerin Ail Hwang aus 100 Bewerbungen aus.

Die Aussteller: Julia Arztmann, Kristina Berning, Alexander Gloel, Daniel Grüttner, Philipp Goldbach, Ail Hwang, Ulrike Kazmaier, Lea Kuhl, Anna Lytton und Eilike Schlenkhoff.

Die Ausstellung „Kunst jetzt!“ ist bis zum 12. März zu sehen.

Hier einige Impressionen von der Ausstellungseröffnung.

 

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