Ice Bucket Challenge - DER aktuelle Trend in den Sozialen Netzwerken hat auch Lüdenscheid erreicht. Was nach einer verschwenderischen Aktion aussieht soll auf einen ernsten Hintergrund aufmerksam machen. Foto: Wikipedia

Lüdenscheid. Die sozialen Netzwerke sind von ihnen „überschwemmt“: Videos, in denen sich der nette Nachbar von nebenan oder die Frau von der Kasse beim Discounter um die Ecke eiskaltes Wasser über den Kopf kippen und andere dazu auffordern, dies ebenfalls zu tun. Die Ice Bucket Challenge – zu Deutsch. Eiskübel-Herausforderung – ist das aktuelle Internetphänomen, das hinter diesen Videos steckt. Doch warum das Ganze?

Reine Wasserverschwendung?

Während es Teile in der Welt gibt, in denen Trinkwasser ein rares und wertvolles Gut ist, das nur in minimalen Mengen zur Verfügung steht, kippen sich Menschen im Internet Hunderte, gar Tausende Liter eiskaltes Wasser über den Kopf. Zur Abkühlung? Bei herbstlichen Temperaturen um die 15 Grad wohl eher kaum. Auch viele, zum Teil bekannte Lüdenscheider, waren bereits Kandidaten in der Ice Bucket Challenge.

Was wie ein verschwenderischer Spaß aussieht, hat einen ernsten Hintergrund. Die Ice Bucket Challenge soll auf die Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) hinweisen und Spendengelder für ihre Erforschung der Krankheit generieren.

Ablauf der Ice Bucket Challenge

Die Herausforderung besteht darin, sich einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf zu gießen und hiernach drei oder mehrere Personen zu nominieren, die dann 24 Stunden Zeit haben, es einem gleichzutun. Tut man dies nicht, soll man 50 Euro an die ALS Association spenden. Bislang soll die virale Aktion in den sozialen Netzwerken rund 31,5 Millionen U.S. Dollar an Spenden generiert haben. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 konnte die ALS Association lediglich 1,9 Millionen Dollar sammeln.

Prominente Teilnehmer

Lüdenscheider wie Yves Bubert, Klaus Stange, Steffen Schulte-Lippern oder Politiker Gordan Dudas befinden sich in bester Gesellschaft. Denn die Ice Bucket Challenge hat weltweit viele prominente Unterstützer. So kippten sich bereits Facebook-Gründer Mark Zuckerberg oder Microsoft-Cef Bill Gates Wasser über den Kopf. Aber auch zahlreiche Schauspieler und Sportler sind auf den Zug aufgesprungen und nominieren sich gegenseitig.

Schattenseiten und Kritik

Wie bei jedem anderen Internettrends gibt es auch bei der Ice Bucket Challenge kritische Stimmen. Zum einen geben verschiedene Organisationen immer wieder zu bedenken, dass es sich immerhin um Trinkwasser handelt, das in ihren Augen sinnlos verschwendet wird, während es in einigen Teilen der Welt Länder gibt, in denen die Menschen alle dafür geben würden freien Zugang zu sauberen Trinkwasser zu bekommen. Auch Ärzte warnen. Denn immerhin kann der plötzliche Kälteschock zu Kreislaufproblemen führen. Ein weiterer Kritikpunkt ist auch, dass einige Teilnehmer überhaupt nicht wissen, warum sie sich Wasser über den Kopf kippen und der eigentliche Sinn der Ice Bucket Challenge dabei untergeht.

Die Meinung unserer Leser?

Was halten Sie von der Ice Bucket Challenge? Sinnlose Verschwendung oder sinnvolles und gutes Mittel um Spenden für die Erforschung einer ernsten Krankheit zu sammeln? Diskutieren Sie gerne in den Kommentaren zu diesem Artikel hier auf unserer Seite.

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