Die Pickelhaube wurde 1842 in Haspe entworfen. Foto: Pixabay

Hagen. 111 Exponate, 111 spannende Geschichten aus der Hagener Stadtgeschichte: In dem neu erschienenen Buch „Hagener Stücke. 111 Objekte aus dem Stadtmuseum“ werfen die Autoren Dr. Ralf Blank und Dietmar Freiesleben vom Fachbereich Kultur der Stadt Hagen mit zahlreichen Bildern und im Großformat einen Blick in die Hagener Vergangenheit.

Im Großformat auf den Spuren der Vergangenheit

Von den Anfängen der Stadtgeschichte bis Heute Die vorgestellten Exponate beginnen bei den historischen Anfängen der Stadt und erzählen Geschichten von den Menschen, ihrem Alltag und ihren Spuren sowie von Orten und Ereignissen. Spannende Hintergrundinformationen bringen neue Erkenntnisse rund um die Hagener Geschichte ans Licht: Nur wenige wissen, dass die Pickelhaube 1842 in Haspe entworfen wurde oder dass ein Drahtzieher aus Hohenlimburg an der Entwicklung einer Sicherheitsgrubenlampe in Preußen 1817 maßgeblich beteiligt war. Unter den gezeigten Hagener Stücken befinden sich auch der „Eiserne Schmied“, der prunkvolle Hammer mit dem 1899, 1962 und 2001 die Grundsteine von drei Hagener Rathäusern gelegt wurden sowie die Schreibmaschine des Hagener Dichters Ernst Meister.

Exponate erzählen bedrückende Geschichten

Einige der Exponate erzählen auch bedrückende Geschichten wie der Kleiderbügel aus dem 1867 gegründeten jüdischen Kaufhaus Jakob Löwenstein. Er ist das einzige bekannte materielle Zeugnis des Modehauses. Andere Stücke im Band vermitteln frühe Industrie- und Verkehrsgeschichte wie eine Schiene der Harkortschen Kohlenbahn in Haspe.

Vorbote für das neue Stadtmuseum

Der Band als Vorbote für das neue Stadtmuseum Das Buch enthält auch eine Einleitung zur Museumsgeschichte. Seit 2016 laufen die Planungen für die Wiedereröffnung des Stadtmuseums im geschichtsträchtigen Kreis- und Landgerichtsgebäude am Museumsplatz. Anfang 2021 zum 275-jährigen Stadtjubiläum wird sich das Geschichtsmuseum neben den beiden Kunstmuseen als Teil eines kompletten Museumsquartiers im Herzen der Stadt präsentieren. Die im Band vorgestellten Objekte machen bereits jetzt neugierig auf die neue Dauerausstellung zur Stadtgeschichte und zeigen, wie bedeutend und vielfältig die Hagener Museumsbestände sind.

Über 10.000 Objekte gesichtet

Von der Idee über die Recherche bis hin zur Redaktion Die Idee zum Buch ist 2016, als das neue Zentraldepot des Stadtmuseums eingerichtet wurde, entstanden. Die Sichtung von zehntausenden Objekten zeigte, wie groß der Bestand an aussagekräftigen Exponaten ist. Dr. Ralf Blank und Dietmar Freiesleben wählten 111 aus, um dem Buch einen griffigen und besonders einprägsamen Titel zu geben. Bei den zum Teil sehr arbeitsintensiven Recherchen erhielten die Autoren Unterstützung: So steuerten Dr. Birgit Schulte, Dr. Stephanie Marra, Dr. Tayfun Belgin, Holger Flick (M.A.), Andreas Korthals (M.A.), Dr. Claus Peter, Ronald Petz, André Streich und Thomas Walter Beiträge zum Buch hinzu. Für die fotografischen Arbeiten richtete sich die Hagener Fotografin Heike Wippermann im Zentraldepot ein kleines Fotostudio ein. Zudem finden sich im Buch weitere Abbildungen, die illustrierend in die Artikel eingebunden sind. Die redaktionelle Arbeit erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Klartext Verlag.

Das Buch ist ab sofort im Buchhandel erhältlich und kostet 24,95 Euro. Für weitere Informationen steht Interessierten Dietmar Freiesleben unter Telefon 02331/207-3603 oder per E-Mail unter dietmar.freiesleben@stadt-hagen.de zur Verfügung.

 

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