Hueck
Hueck-Geschäftsführer Thomas Utsch (links) stellte die beiden Stipendiaten Noah Stremme und Timon Dahlhaus vor. Die Idee zur besonderen Unterstützung des technischen Nachwuchses aus der Region stammt von Bürgermeister Dieter Dzewas. Antje Malycha hat das Unternehmen bei der Konzeption des Stipendiums und des Auswahlverfahrens beraten. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Noah Stremme ist zielstrebig und kreativ. Vor zwei Jahren designte der junge Mann einen Stuhl aus 4000 Kabelbindern. „Cable Tie Chair“ heißt das Möbelstück, das er im Zuge eines Kunstprojekts „Design“ am Geschwister-Scholl-Gymnasium entwickelt hat. Das und mehr haben das Lüdenscheider Unternehmen Hueck GmbH & Co. KG mächtig beeindruckt. Der Hersteller von Aluminium-Profilen wird ihn und den Wiblingwerder Timon Dahlhaus in den nächsten Jahren auf besondere Weise fördern. Die beiden jungen Männer sind die ersten Studenten, die von Hueck ein Stipendium erhalten.

Zusage bei 200-Jahr-Feier

Die Gesellschafter des Lüdenscheider Traditionsunternehmens haben damit eine Zusage eingelöst, die sie Bürgermeister Dieter Dzewas im vergangenen Jahr bei der Feier zum 200-jährigen Bestehen ihres Unternehmens gegeben hatten.

Dahinter steckt die Idee, junge Leute aus der Region, die sich für ein Studium der Ingenieurwissenschaften entscheiden, mit einem festen Betrag pro Semester zu unterstützen. Geschäftsführer Thomas Utsch versicherte bei der Vorstellung der Stipendiaten: „Das wird keine einmalige Geschichte.“ Für 2017 solle das Stipendium erneut ausgeschrieben werden.

Beide besitzen viele Talente

Noah Stremme und Timon Dahlhaus haben für künftige Kandidaten Maßstäbe gesetzt. Der Lüdenscheider Stremme hat besitzt viele Talente. So hat er sich während der Schulzeit unter anderem als Lernberater engagiert. Neuerdings ist er auch Tennistrainer. Timon Dahlhaus hat Jugendliche bei Freizeiten betreut, er ist Ski-Coach und Trainer im Halveraner Kletterwald.

„Mit ihrem Einsatz zeigen die beiden Qualitäten, die unsere Gesellschaft zusammenhalten“, sagt Antje Malycha. Die ehemalige Leiterin des Geschwister-Scholl.-Gymnasiums hat Hueck bei der Konzeption des Stipendiums unterstützt und mit Thomas Utsch das Auswahlverfahren entwickelt. Noten spielen dabei übrigens nicht die Hauptrolle. Strebsamkeit, Bodenständigkeit, Durchhaltevermögen oder soziales Engagement, das sind Faktoren, die zählen.

Die beiden Stipendiaten haben nach dem Abi die Hände keineswegs in den Schoß gelegt. Noah Stremme hat ein Praktikum bei Air Berlin absolviert und gleich eins bei Hueck drangehängt. Timon Dahlhaus büffelt an der TU Dortmund in einem Vorkurs Mathematik und bereitet sich so aufs Studium vor. An der TU Dortmund wird er dann auch zum Wintersemester sein Maschinenbau-Studium beginnen. Noah Stremme hat sich an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) für ein Studium zum Wirtschaftsingenieur Fachrichtung Maschinenbau eingeschrieben. „Auf jeden Fall mit Masterabschluss“, sagt er. Mit der Unterstützung von Hueck und seinen eigenen Zielstrebigkeit sollte das schon klappen.

Mehr zum „Cable Tie Chair“-Projekt von Noah Stremme hier.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here