Hospiz Hagen
Über 250 Besucher informierten sich im Sparkassen-Karree über den Stand der Hospiz-Planungen.

Hagen. Bei seinen Überlegungen für den Bau des Stationären Hospizes in Hagen hat sich Architekt Mirko Schäfer von einem Zitat aus einer Fachzeitschrift anregen lassen. „In ein Hospiz kommen nicht Lebende um zu Sterben, sondern Sterbende um zu leben“, hieß es da. So gewann Schäfer die Erkenntnis, dass Menschen im Hospiz die letzten Phase ihres Lebens so verbringen sollten, wie sie es von zuhause aus gewohnt sind. So fand der Slogan „wie-gewohnt“ Eingang ins Logo des stationären Hospizes, das an der Rheinstraße 3 entstehen soll. Das berichtete der Architekt aus Sprockhövel beim 1. Hospiztag Hagen im Sparkassen-Karree.

OB Erik O. Schulz: Kooperation zwischen Klaus-Korte-Stiftung und Trägergesellschaft eine "kluge Verbindung".
OB Erik O. Schulz: Kooperation zwischen Klaus-Korte-Stiftung und Trägergesellschaft eine „kluge Verbindung“.

Das Interesse an dieser Informationsveranstaltung war riesengroß. Über 250 Besucher im Sparkassen-Karree wollten mehr über die Einrichtung wissen, die seit einigen Jahren von der Klaus-Korte-Stiftung und einer Trägergesellschaft (bestehend aus Förderverein, Caritas, Diakonie und Pflegedienst Wohlbehagen) geplant wird.

Alle Unterlagen eingereicht

Inzwischen seien alle notwendigen Unterlagen bei Bauamt der Stadt Hagen eingereicht, berichtet Pfarrer Martin Wehn, Geschäftsführer der Hospiz Hagen gGmbH. Auf einen Termin für den ersten Spatenstich könnten sich die zukünftigen Hospizbetreiber allerdings noch nicht festlegen, erläuterte er weiter. „Wir wollen zunächst noch die Chance nutzen, weitere Mittel aus den großen Wohlfahrtsstiftungen einzuwerben“, sagte Martin Wehn. Die Anträge müssten allerdings noch eingereicht werden. „Wir geben alles“, versicherte er. Martin Wehn ist zuversichtlich, dass ein „hoher sechsstelliger Betrag“ fließen wird.

OB Erik O. Schulz: „Kluge Verbindung“

Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz bezeichnete in seinem Gruß die Kooperation zwischen Klaus-Korte-Stiftung und der Trägergesellschaft als „kluge Verbindung“. Er verfolge das Projekt seit vielen Jahren und sei froh, dass inzwischen der berühmte Silberstreif am Horizont“ zu sehen sei.

Ute Queckenstedt: Viele Menschen wünschen sich einen Platz, an dem sie in Ruhe sterben können.
Ute Queckenstedt: Viele Menschen wünschen sich einen Platz, an dem sie in Ruhe sterben können.

Die Medizinerin Ute Queckenstedt wies bei der Veranstaltung auf den Wunsch vieler Menschen hin, einen Platz zu haben, an dem sie in Ruhe sterben könnten. Auf diesen Wunsch reagieren die Hospiz-Förderer mit dem Um- und Ausbau des Hauses an der Rheinstraße. Die Einrichtung mit ihren acht Betten solle all denen einen Platz bieten, bei denen aufgrund ihrer persönlichen Situation eine gute ambulante palliative Versorgung nicht mehr gewährleistet sei. Zunehmend gebe es Menschen, für die dieses gute Angebot an in den letzten Tagen des Lebens nicht mehr ausreiche. Die Ärztin greift bei dieser Beurteilung auf ihre Erfahrungen als Palliativ-Medizinerin zurück. Allein im letzten Quartal habe sie 150 Menschen in ihrer letzten Lebensphase betreut, berichtete sie am Samstag.

Spende während der Veranstaltung

Wie stark der Wunsch vieler Hagener nach dem Bau des Hospizes ist, wurde am Samstag deutlich. So war es auch für Oberbürgermeister Erik O. Schulz ein „klares Signal“, dass noch während der Veranstaltung eine Besucherin einen nennenswerten vierstelligen Betrag spendete.

So soll das geplante Hospiz an der Rheinstraße an der Rückseite aussehen.
So soll das geplante Hospiz an der Rheinstraße an der Rückseite aussehen.

 

 

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