Pardess Hanna
In den Tänzen liegen Anmut und Poesie. Foto: Wolfgang Teipel

Halver. Zwölf Stunden nach ihrem letzten Auftritt in Halver saßen die israelischen Tänzerinnen und Tänzer schon wieder im Flugzeug Richtung Heimat. Der Zauber ihres Programms am Mittwochabend wirkt aber noch lange nach: Bewegungen voller Dynamik und Anmut, dazu ein Strahlen im Gesicht – die jungen Leute von Hora Aviv Pardess Hanna Karkur verkörpern alles, was Tanz ausmacht. Zum Abschluss ihres diesjährigen Besuches in Halver verzauberte die israelische Tanzgruppe das Halveraner Publikum mit einer fantastischen Vorstellung.

Freunde seit Jahren

Zahlreiche Besucher in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums dürfen sich inzwischen wohl ohne zu übertreiben als Freunde der jungen Israels bezeichnen. Sie hatten die jungen Frauen und Männer für zehn Tage als Gasteltern aufgenommen. Einige von ihnen haben schon in der Vergangenheit ihr Haus als Herberge zur Verfügung gestellt. Die Partnerschaft Halvers mit den jungen Leuten von der südöstlichen Mittelmeerküste geht nämlich bereits ins 25. Jahr. Im jährlichen Wechsel machen seit Beginn der 90er Jahre junge Halveraner Station in Pardess Hanna Karkur. Im Gegenzug kommen die jungen Israels im Folgejahr dann ins Volmetal.

Prächtige Kostüme

Das Strahlen auf den Gesichtern ist ein Markenzeichen. Foto: Wolfgang Teipel
Das Strahlen auf den Gesichtern ist ein Markenzeichen. Foto: Wolfgang Teipel

Zu Abschluss schlüpfen die 15- bis 18-jährigen Landwirtschaftsschülerinnen und –schüler in ihre farbenprächtigen Kostüme. Dann erzählen auf der schlichten Bühne in choreografisch ausgereiften Tänzen von der Geschichte des Volkes Israel, den jüdischen Traditionen und der Liebe zu ihrem Land.

Überraschende Vielfalt

Das Publikum erlebt dabei eine überraschende Vielfalt. Ungarische Klänge, jemenitische Musik, Melodien aus Persien, Spanien und Italien zeugen von der ungeheuren Vielfalt der Kultur in Israel. Sie hat sich über viele Jahre entwickelt. Die Wurzeln liegen im Jahr 1948, als mit der Staatsgründung Israels Menschen jüdischen Glaubens aus allen Teilen der Welt in das kleine Land an der südöstlichen Mittelmeerküste strömten.

Die jungen Leute präsentieren diese Vielfalt mit viel Temperament, großer Ausdruckskraft zu schwungvoller Musik. Kein Wunder, dass die Tänzer das Publikum an vielen Stellen des 90-minütigen aus der Reserve lockte und es zum Mitklatschen anregte.

Herzlicher Abschied

Die 18 jungen Leute und ihre Managerin Gazit Yarden Sela wurden am Mittwochabend herzlich verabschiedet. Für Andrea Reich endete damit erneut eine turbulente Zeit. Die Halveranerin ist der Motor des Austauschs – ein Job, der eigentlich unbezahlbar ist. Sie motiviert die Jugendlichen, die Gasteltern und kümmert sich mit Beate Turck immer wieder um die Organisation. In diesem Jahr wurde der Besuch der jungen Israelis von der Sparkasse Lüdenscheid und aus Mitteln des  Kinder- und Jugendförderplans der Bundesregierung finanziell unterstützt.

 

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