Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Aufgrund einer wachsenden Zahl von Beschwerden über vielerorts herumliegenden Hundekot richtet die Stadt Plettenberg einen Appell an Hundebesitzer.

Keine Frage: Hunde sind für viele Menschen wertvolle Sozialpartner und Weggefährten. „Mein Hund ist als Hund eine Katastrophe, aber als Mensch unersetzlich.“ Der frühere NRW-Landesvater und spätere Bundespräsident, Johannes Rau, hat das nicht ohne Humor auf den Punkt gebracht. Nicht die Hunde selbst stellen das Problem dar, sondern einige „Frauchen“ und „Herrchen“, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere wenig rücksichtsvoll auf öffentlichen Gehwegen, in öffentlichen Anlagen und Vorgärten zurücklassen.

Beschwerden treten ebenso von Privatleuten in Bezug auf ihre verunreinigten Vorgärten auf wie auch von Passanten öffentlicher Straßen und Wege, die es leid sind, bei jedem Schritt auf der Hut vor unangenehmen „Tretminen“ sein zu müssen.

Stadtgärtner kämpfen mit hohem Fäkalienaufkommen

Tagtäglich vielleicht am unmittelbarsten trifft es die Mitarbeiter des Baubetriebshofes. Gerade bei der Pflege der Grünanlagen haben die Stadtgärtnerteams sehr mit dem teils hohen Fäkalienaufkommen zu kämpfen. Zwei der Gärtner – selbst Hundebesitzer – schilderten jüngst eindrücklich, dass sie mit den Heizungen ihrer Fahrzeuge auch zur Winterzeit grundsätzlich nie den Fußraum beheizen.

Plettenberg ist mit dieser Problematik in trauriger Gesellschaft. Berlin sagt u.a. mit 14 Hundekotsauger-Mobilen dem Dreck den Kampf an – bei rund 55 Tonnen Hundekot täglich eine Mammutaufgabe, die den Steuerzahler teuer zu stehen kommt. Wohin man auch blickt: Hundekot ist ein urbanes Massenproblem.

Beutelspender stehen an öffentlichen Wegen

Diese Stationen mit kostenlosen Hundekotbeuteln befinden sich an vielen öffentlichen Wegen in Plettenberg. Foto: Bernhard Schlütter
Diese Stationen mit kostenlosen Hundekotbeuteln befinden sich an vielen öffentlichen Wegen in Plettenberg. Foto: Bernhard Schlütter

Eigentlich unverständlich in Zeiten, in denen Hundekotstationen nicht wenige öffentliche Wege auch in Plettenberg säumen und Kotbeutel-Großpakete – wenn nicht kostenfrei am Spender gezogen – als Centartikel im Handel erhältlich sind. Obwohl die Verunreinigung von Verkehrsflächen und Anlagen durch Tierkot in den meisten Städten bußgeldbewehrt ist (in Plettenberg ab 35 €), müssen die Städte immer wieder an manche Hundebesitzer appellieren, Hinterlassenschaften ihres Hundes im Interesse aller Bürger zu beseitigen.

Vielleicht hilft auch ein Perspektivenwechsel: Gerne stehen die Stadtgärtner für eine persönliche Schilderung ihres Erlebten zur Verfügung!

Die Stadt Plettenberg dankt den rücksichtsvollen Hundebesitzern und appelliert zugleich an die anderen, künftig Hundekot nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen, in öffentlichen Anlagen, in Nachbars Vorgarten oder gar auf Kinderspielplätzen zu hinterlassen.

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