Sterbehilfe
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Lüdenscheid/Märkischer Kreis. „Hilfe im Sterben – Hilfe zum Sterben“ – ein heißes Thema und für viele noch immer ein Tabu. Die moderne Medizin stellt vielen am Lebensende die Frage, wie das Sterben gestaltet und begleitet werden kann. Es gibt viele kontroverse Meinungen dazu, ob und wenn ja wenn, in welcher Form Sterbehilfe geleistet werden darf. Sie reichen von der Befürwortung einer Strafbarkeit jegliche Suizidteilnahme bis zum Plädoyer für die Freigabe der Tötung auf Verlangen.

Bei einer Podiumsdiskussion, veranstaltet von der SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Crone aus Kierspe werden am Donnerstag, 11. Dezember, Fachleute aus Medizin, Recht und Kirche offen über die rechtlichen, ethischen und menschliche Aspekte der Suizidbeihilfe diskutieren. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Roten Saal des Kulturhauses Lüdenscheid.

Sterbehilfe
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone lädt zur Podiumsdiskussion zum Thema „Hilfe im Sterben – Hilfe zum Sterben“ ein.

In der Gesprächsrunde sind Peter Alte, Direktor des Amtsgerichts Lüdenscheid, Dr. med. Holger Reimann, Klaus Majoress, Superintendent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, Marion Döblin, Leiterin des Hospiz Lüdenscheid und Thorsten Skodra, Leitender Oberarzt der Palliativstation am Klinikum Hellersen, vertreten.

Alle Aspekte der Sterbehilfe

In der Diskussion soll es um alle Fragen von Sterbehilfe und der Beihilfe zum Suizid gehen, die von der Achtung des Lebens bis zum Selbstbestimmungsrecht jedes Einzelnen reichen. Dazu gehört auch der gesellschaftliche Umgang mit Alter, Krankheit und Tod. Auch die palliativmedizinische Versorgung, die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen und die Rolle von Sterbehilfevereinen, von medizinischem Personal, Verwandten und Betroffenen soll thematisiert werden.

2015 schwierige Entscheidung im Bundestag

Den Mitgliedern des Deutschen Bundestages steht 2015 eine schwierige Entscheidung bevor. Das Parlament muss über die Frage entscheiden, ob das Sterben palliativmedizinisch begleitet, aber nicht beschleunigt werden darf? Die Abgeordneten sollen außerdem darüber befinden, unter welchen Bedingungen Sterbehilfe geleistet werde darf, wenn sie ermöglicht wird und auch, wer diese Sterbehilfe leisten darf. „jeder Abgeordnete muss selbst die Antworten finden, weil es eine reine Gewissens- und Werteentscheidung isr.“, heißt es im Einladungsschreiben von Petra Crone.

Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt das Lüdenscheider Wahlkreisbüro von Petra Crone unter der Telefonnummer 02351 6538 entgegen.

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