Breddermann waren gemeinsam mit Koroma, Ampersand und HonigMut die "Heimathelden 2.0". Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Bereits zum zweiten Mal begeisterten die „Heimathelden“ in der restlos ausverkauften Gaststätte Dahlmann ihr feierfreudiges Publikum. Wurde 2016 bei der ersten Veranstaltung noch eher improvisiert, zeigte sich Christian Breddermann, der vor einem Jahr die „Heimathelden“ mit ins Leben gerufen hatte, sehr zufrieden mit der Professionalität der diesjährigen Veranstaltung.

Stimmgewaltige Sänger

Julia Späinghaus wurde auch am späteren Abend noch von Fans umlagert!
Julia Späinghaus wurde auch am späteren Abend noch von Fans umlagert.

Tatsächlich stimmte an diesem Abend einfach alles. Die Newcomer-Band „Ampersand“ mit den beiden stimmgewaltigen Sängern Björn Bergs und Julia Späinghaus und ihren Bandkollegen Max Jalaly (Kontrabass), Stefan Wecker (Schlagzeug) und Benjamin Schlanzke (Gitarre und Backing Vocals), machte einen beschwingten Anfang mit gelungenen Interpetationen von Amy Winehouse-Songs, aber auch mit trendiger 40er Jahre Musik. Das Ganze sogar mit Hip-Hop Einlage. Das Publikum war sehr begeistert von dieser außergewöhnlichen Formation, die in so gar kein Raster passen will und gerade deshalb sehr erfrischend daher kommt. Ein guter Einstieg in diesen abwechslungsreichen Abend.

Internationales Format

Koroma, eine Showband von internationalem Format.
Koroma, eine Showband von internationalem Format.

Weiter gings mit der neuen Band des Rappers Alim Koroma. Alim stand mit Bassam Eldodo (Gesang, Gitarre), Noél Thieme (Gitarre), Thi Nguyen (Keyboard), Dennis Awad (Schlagzeug) sowie Duc Nguyen (Bass) auf der Bühne und holte später noch Rapper Amao für einen explosiven Gastauftritt dazu.

Alim ist jemand, der sich immer wieder neu erfindet. Erwartet man Rap und HipHop, kommt er, wie an diesem Abend, mit einem echt souligen „Brett“ daher. Leben pur auf der Dahlmann-Bühne, die fast zu klein schien für die geballte Energie eines Alim und seiner Crew. Der Saal tobte und forderte lautstark immer neue Zugaben. Diese Truppe legte als Showband an diesem Abend ein Auftritt von durchaus internationalem Format hin. Sehr spannend, was „Koroma“ da auf die Bühne bringt.

DIe Welt fühlt sich ein wenig besser an

HonigMut, immer wieder aufs neue erfrischend und belebend. Sie tun gut.
HonigMut, immer wieder aufs neue erfrischend und belebend. Sie tun gut.

Das Duo „HonigMut“, das sich danach mit ihrem Percussionisten Patrick Honzig und dem exzellenten Saxofonisten Rudolf F. Nauhauser die Bühne teilte, ist immer aufs neue erfrischend und dauerhaft mitreißend. Das Duo hat eine große Fanbase, die weit über Lüdenscheid hinaus reicht.

Melina und Nando sind ein Team, sie wirken fast homogen und verstehen es bei jedem Konzert, nicht nur atmosphärisch sehr dicht daher zu kommen sondern zudem auch noch ganz viel Liebe und Wärme an ihre Fans weiterzugeben. Nach einem Auftritt von „HonigMut“ fühlt sich die Welt einfach immer ein wenig besser an. Die beiden holten sich für zwei Songs Alim Koroma auf die Bühne, der dem Publikum noch einmal bewies, dass er das Rappen auch nach dem souligem Auftritt mit seiner Band nicht verlernt hat.

Echte Stimmungsmacher

Zwei "Sweethearts". Breddermann bringt den Saal immer zum Kochen!
Zwei „Sweethearts“. Breddermann bringt den Saal immer zum Kochen!

Das Duo Breddermann ließ es wie immer ordentlich zum Abschluss krachen. Als echte Stimmungsmacher hatten sie ihr williges Publikum vom ersten Moment an fest im Griff. Im Saal wurden die meisten ihrer Songs von vorne bis hinten mitgesungen.

Breddermann hat Fans, die an Treue nicht zu überbieten sind. Sie ziehen von Konzert zu Konzert den beiden hinterher und fahren auch mal im Bus mit auf eine Tournee nach Borkum.

Christian und Erkan sind eine Lüdenscheider Institution, die viel bewegt in der Musikszene der Bergstadt. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Rasante Moderation

Moderator Dirk Weiland machte den Abend "rund".
Moderator Dirk Weiland machte den Abend „rund“.

Erfreulich auch die Moderation von Dirk Weiland. Er pimpt jedes Event noch einmal ordentlich auf und ist sicher mit das Beste, was Lüdenscheid und weitere Umgebung an professioneller Moderation zu bieten hat.

Ist er dabei, kann eine Veranstaltung nicht langweilig werden. Er hielt auch an diesem Abend alles zusammen, moderierte rasant und brachte Publikum und Bands in Höchstform. Dazu kam eine wirklich gelungene Lightshow, die den barocken Dahlmann-Saal in ein modernes Märchenschloss verwandelte.

Heimathelden 2.0 war rund und gelungen. Eine Steigerung zum Vorjahr, die definitiv 2018 nach Heimathelden 3.0 verlangt.

 

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