Ladestationen gehören in vielen Regionen schon zum Stadtbild.Im Märkischen kreis gibt es noch Nachholbedarf. Archivfoto: Rüdiger Kahlke

Lüdenscheid/Volmetal. Eine Millionen Elektroauto bis 2020. Das ist das Ziel der Bundesregierung. – Viele bezweifeln, dass es erreichbar ist. Dr. Matthias Heider, Bundestagsabgeordneter der CDU aus Lüdenscheid, sieht die Zukunft – auch für die heimsichen Automobil-Zulieferer – in der E-Mobilität. Mit dem Elektromobilitätsgesetz, der der Budnestag gerade verabschiedet hat werde eine Grundlage für Parkbevorrechtigungen, Parkgebührenbefreiung und sonstige Vorrechte in der Straßenverkehrsordnung für
Elektrofahrzeuge geschaffen.

Auf Busspur am Stau vorbei
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Setzt auf E-Mobilität: Dr. M. Heider (CDU): Foto: Rüdiger Kahlke

Künftig im Pkw auf der Busspur am Stau vorbeibrausen. Diese Möglichkeit gebe es jetzt, so Heider. Damit gerade eine ganze Branche in Bewegung. „Selbst der Apple-Konzern liebäugelt damit, ins Automobilgeschäft einzusteigen“, weiß der heimische CDUBundestagsabgeordnete. „Das zeigt uns, welcher Wandel in der Frage der Mobilität zu erwarten ist. Die Automobilbranche ist der wichtigste Wirtschaftszweig Deutschlands. Rund 43.000 Arbeitsplätze hängen allein in Südwestfalen an der Automobilindustrie.“ Ein wichtiger Aspekt dieses Wandels ist die Etablierung des Elektroautos.

Attraktivität für E-Autos verbessern

„Gerade die Bundesländer und Kommunen haben ein großes Interesse an der Einräumung solcher Privilegien, wie die Erfahrung aus den Modellregionen für die E-Mobilität gezeigt
hat“, berichtet Heider, der im Wirtschaftsausschuss auch Berichterstatter für die Automobilwirtschaft ist. „Insbesondere die Kennzeichnung der Fahrzeuge musste geregelt werden. Künftig können so nun beispielsweise Parkplätze besonders ausgewiesen oder Busspuren benutzt werden. Gerade die Vorrechte beim Parken lassen sich auch im Sauerland
umsetzen, beispielsweise bei Behörden oder vor Supermärkten. Das steigert die Attraktivität für die Anschaffung eines Elektroautos, die preislich derzeit noch deutlich teurer sind als
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.“

Weiter Weg

Dass bis zum Ziel, eine Million E-Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen noch eine gute Wegstrecke zurückgelegt werden muss, räumt Heider ein. Er sei sich „sicher, dass wir über viele Maßnahmen alternative Antriebe fördern müssen, um den Wandel zu gestalten. Dazu leistet auch dieses Gesetz einen Beitrag.“

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