Superintendent Klaus Majoress (Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg) und Superintendentin Martina Espelöer (Kirchenkreis Iserlohn) starteten mit einigen Hammerschlägen die Modernisierung von Haus Nordhelle. Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen-Valbert. Tagen mit Weitblick – das evangelische Tagungszentrum Haus Nordhelle im Meinerzhagener Ortsteil Valbert macht sich fit für die Zukunft. Die beiden Kirchenkreise Lüdenscheid-Plettenberg und Iserlohn stecken rund drei Millionen Euro in die Einrichtung, um den angestammten Gästen aus der Kirchenarbeit Neues zu bieten. Gleichzeitig soll eine neue Zielgruppe erschlossen werden. Das alles steht unter dem Schlagwort „Aufbruch 2015“.



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Vor 34 Jahren in Betrieb genommen

Die ersten Gäste zogen im November 1980 in die Einrichtung auf dem Valberter Koppenkopf ein. Seither ist das Haus Nordhelle ein wenig in die Jahre gekommen. „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass wir diesen Standort aufgeben“, sagt Klaus Majoress, Superintendent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg. Ohne den geplanten Aufbruch wäre die Zukunft des Hauses allerdings fraglich gewesen. Zusammen mit dem Kirchenkreis Iserlohn und dessen Superintendentin Martina Espelöer will er den Weg in eine neue Zukunft für Haus Nordhelle gehen. Beide griffen am Dienstag zum schweren Vorschlaghammer, um eine Zwischenwand in einem der Wohntrakts einzureißen.

Tagen mit Weitblick: Diesen Slogan dürfen Gäste von Haus Nordhelle wörtlich  nehmen. Foto: Elke Teipel
Tagen mit Weitblick: Diesen Slogan dürfen Gäste von Haus Nordhelle wörtlich nehmen. Foto: Elke Teipel

Eine symbolische Geste im doppelten Sinn. Sie zeigt: Beide Kirchenkreise stehen voll hinter der Modernisierung des Hauses. Gleichzeitig deutet sie an: Aus jeweils zwei kleinen Zimmern wird ein großes mit allem gängigen Komfort.

Haus Nordhelle will es seiner angestammten Kundschaft aus dem 51 Gemeinden beider Kirchenkreise den Aufenthalt in Valbert so schön wie möglich machen und mit einer zeitgemäßen Ausstattung und gleichzeitig mit professioneller und modernster Tagungstechnik zum Tagungszentrum für Kunden aus der südwestfälischen Industrie werden. Kenner schätzen das Haus Nordhelle schon lange. Dietrich Alberts vom Herscheider Unternehmen GAH Alberts zum Beispiel. Sein Unternehmen nutzt das Angebot auf dem Koppenkopf schon seit 20 Jahren.

Haus muss die Investitionen erwirtschaften

Tagungen, Aus- und Weiterbildung, Gesundheitsmanagement – ein auf Industriekunden abgestimmtes Angebot wird ein wichtiger Teil des Jahresprogramms 2015 sein. Ein Baustein für die Zukunft. „Das Haus muss die Investitionen, die wir jetzt vornehmen, erwirtschaften“, betont Superintendent Klaus Majoress. Da muss auch zahlungskräftige Kundschaft her. Für Gruppen aus den Gemeinden und der kirchlichen Arbeit soll der Aufenthalt auch nach dem Umbau erschwinglich sein. Den traditionellen „Haus Nordhelle“-Dreiklang Bildung, Begegnung und Spiritualität wird das neue Tagungszentrum beibehalten. Und mehr noch: Mit dem Ausbau eines Raums zur Kapelle und der Einstellung eines Pfarrers oder einer Pfarrerin will das Haus sein christliches Profil weiter schärfen. Die Verhandlungen mit der Landeskirche laufen. „Die Chancen stehen gut“, sagt Superintendent Klaus Majoress.

Auch ökologische Maßstäbe

Mit einem hauseigenen Blockheizkraft wird das Tagungszentrum energiebewusst versorgt. So setzen die Hausherren auch ökologische Maßstäbe. Eine Neugestaltung der Umlage, der künftig auch Außengastronomie möglich sein wird, rundet die Modernisierung ab. Während des Umbaus wird der Übernachtungsbetrieb zwischen 1. Juni und 31. August ruhen. Ab September stehen bereits 50 der insgesamt 70 Zimmer wieder zur Verfügung. Zudem können bereits die ersten Tagungen störungsfrei ablaufen.

Starker Rückhalt aus 51 Gemeinden

Ein ehrgeiziges Vorhaben. Superintendentin Martina Espelöer geht es optimistisch an. „Wir spüren den starken Rückhalt aus den 51 Gemeinden der beiden Kirchenkreises. Dafür sind wir dankbar.“ Der Auftrag, den Aufbruch 2015 mit einem begrenzten Etat zu wagen, sei gleichzeitig eine große Verpflichtung. „Wir werden verantwortungsvoll mit dem Geld umgehen“, versichert sie. Die Superintendentin weiß, dass viele Augen auf das Haus Nordhelle gerichtet. Über die Ausgaben für den Aufbruch 2015 wachen immerhin zwei Kreissynodalvorstände und eine Projektgruppe.

Bei der Vermarkung gehen die beiden Kirchenkreise neue Wege. Zum 1. April wurde mit Simone Rotthaus eine Fachfrau für Marketing und Verkauf eingestellt. Wie die Zukunft von Haus Nordhelle aussehen soll, ist auch hier zu sehen: http://youtu.be/29VjMJ_o5t0

 

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