Lüdenscheid(cv-als). Seit April 2013 wurde das Haus Elisabeth in der Graf-von-Galen-Straße umgebaut. Ab dem Jahr 2017 gilt für alle Pflegeheime in Nordrhein-Westfalen die neue Verordnung über die allgemeinen Grundsätze der Förderung von Pflegeeinrichtungen nach dem Landespflegegesetz. Diese schreibt zwingend eine gewisse Einzelzimmerquote vor und stellt Anforderungen an die Badezimmer bzw. die Gemeinschaftsräume der Einrichtungen.

Im laufenden Betrieb grundlegend renoviert

In vier Bauabschnitten, im laufenden Betrieb mit 70 statt 75 BewohnerInnen, wurden 71 Zimmer (davon 67 Einzelzimmer) grundlegend renoviert. Da viele der jetzigen Einzelzimmer früher als Doppelzimmer genutzt wurden, haben diese Zimmer eine Grundfläche von bis zu 22qm. „In neuen Pflegeeinrichtungen müssen Einzelzimmer lediglich 14qm haben, mit unseren großen Zimmern haben wir eine erheblich höhere Wohnqualität“ erläutert Heimleiter Carsten Brinkmannstolz.

Sämtliche Badezimmer wurden an die neusten Normen angepasst. In der Mobilität eingeschränkte BewohnerInnen können die barrierefreien Badezimmer bequemer nutzen. Zehn Badezimmer sind rollstuhlgerecht, d.h. sie bieten größere Bewegungsflächen, so dass ein Rollstuhl im Bad gedreht werden kann.

Hellere Gemeinschaftsräume

Jeder Wohnbereich verfügt nun über großzügige Gemeinschaftsräume, mit einer offengestalteten Küche und einem sich anschließenden Balkon. Durch bodentiefe Fenster, große Fensterflächen und einer Öffnung zur Graf-von-Galen-Straße hin, sind die Gemeinschaftsräume des Hauses heller und freundlicher geworden.

2,7 Millionen Euro investiert

Durch 26 ehrenamtliche MitarbeiterInnen, vom Enkel bis zum Pensionär, der Gemeinde Maria Königin wurde die Kapelle des Haus Elisabeth an zwei Samstagen gestrichen und grundgereinigt. Auch die Kapelle ist durch dieses Engagement heller und freundlicher geworden. Letzter Baustein der Renovierung war die Neugestaltung des jetzt offenen und freundlichen Empfangsbereiches.
Die Gesamtinvestition beträgt rund. 2,7 Mio. Euro. Die Bauausführung lag beim Solinger Architekturbüro Schaarschmidt, das schon den Umbau des Caritas-Altenzentrums in Plettenberg verantwortete. Das Ergebnis des Umbaus wird von den BewohnerInnen und Angehörigen überaus positiv bewertet.

Immer mehr demente Bewohner

„Die Zahl der demenziell veränderten Bewohner nimmt stetig zu. Das Zusammenleben mit diesenBewohnern gestaltet sich zunehmend schwieriger. Dies haben wir zum Anlass genommen unsere Betreuungskonzeption zu verändern“, erläutert Iris-Hacker-Maack die Leiterin der Pflege und Betreuung im Haus Elisabeth. So leben seit dem Abschluss der Umbauarbeiten Bewohner mit einer mittleren bis schweren Demenz in einer homogenen Wohnform in den Wohngruppen „Rosengarten“
und „Schwalbennest“. Eine täglich wiederkehrende Tagesstruktur mit Körperpflege,
Mahlzeiten, Toilettengängen und den immer wiederkehrenden Begleitangeboten, gibt dem demenziell veränderten Bewohner Sicherheit.

Alltagsbegleiter gestalten die Angebote

„So gehören hauswirtschaftliche Tätigkeiten genauso zum Programm, wie tägliche Spaziergänge bei jedem Wetter“, so Hacker-Maack weiter. Bewohner mit einer leichten Demenz leben integrativ mit nicht demenziell veränderten Bewohnern zusammen im „Ebbeblick“ und der „Kastanienallee“. Dort gestalten der soziale Dienst und
die Alltagsbegleiter den Tag mit Gruppen- und Einzelangeboten.

Gefeiert wird die gelungene Renovierung mit einem Gottesdienst, den Weihbischof Franz Vorrath halten wird. Im Anschluss trifft man sich zum Festakt, bei dem das Haus Elisabeth auch als qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet wird (s. gesonderte Pressemitteilung). Im Rahmen einer Schrittabnahme und Urkundenübergabe wird dies durch den Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, Dr. Heinrich Dornbusch, erfolgen. Für den Märkischen Kreis und die Stadt Lüdenscheid
werden Detlef Seidel, Erster stellv. Landrat und Tanja Tschöke, Erste stellv. Bürgermeisterin die Bemühungen der Lüdenscheider Caritas würdigen.

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