Huptschule
Die Gemeinschaftshauptschule an der Genkeler Straße läuft aus.

Meinerzhagen. Am Montag, 17. November, tagt der Schulausschuss der Stadt Meinerzhagen unter Vorsitz von Udo Kritschker. 17 Mitglieder der im Rat vertretenen Fraktionen sowie zwölf beratende Mitglieder aus den Meinerzhagener Schulen und den beiden Kirchen kommen zusammen, um sich zu aktuellen Themen der Meinerzhagener Schulpolitik zu beraten und verschiedene Beschlussvorlagen für den Haupt- und Finanzausschuss als Zwischenstufe und dann für die Ratssitzung am 1. Dezember 2014 zu verabschieden.

Wesentliche Tagesordnungspunkte: die Schulentwicklungsplanung für die einzelnen Schulformen basierend auf den Schülerzahlenprognosen für das kommende Schuljahr, Vorschläge zur konkreten Beschulung des letzten Jahrganges 10 der Städtischen Gemeinschaftshauptschule im Jahr 2016/17, die Zukunft der Verbundschule Volmetal sowie die Satzung und Beitragsstaffelung des offenen Ganztags.

Grundschulen können zweizügig bleiben

Ein wichtiges Thema sind die Schülerzahlprognosen für die Schulen der Stadt Meinerzhagen. Insgesamt wird die Zahl der Schulanfänger im kommenden Jahr leicht sinken, was auf den demografischen Wandel zurückzuführen ist. Nach aktuellem Stand werden 164 Kinder im Jahr 2015/16 in die Schule kommen, wobei eine Klasse nach Vorgabe des Schulministeriums eine Stärke zwischen 15 und 29 Kindern haben soll. Vorbehaltlich elterlicher Entscheidungen können damit trotz leicht rückläufiger Zahlen alle vier Grundschulen auch im kommenden Jahr zweizügig laufen. Entsprechend sieht der Schulentwicklungsplan die Einrichtung von acht Klassen vor.

Standortwechsel erforderlich

An der Gemeinschaftshauptschule wird sich einiges verändern. Das Schuljahr 2016/17 wird das letzte der Städtischen Gemeinschaftshauptschule in Meinerzhagen sein, da diese Schulform ausläuft.

Hauptschule
Das Schuljahr 2016/2017 wird das letzte Schuljahr für die Städtische Gemeinschaftshauptschule in Meinerzhagen sein.

Für das kommende Schuljahr werden die beiden letzten Jahrgänge, die Klassen 9 und 10 mit insgesamt 75 Schülerinnen und Schülern, in der Genkeler Straße beschult. Danach jedoch müssen sie aus personellen Gründen an einem anderen Standort zur Schule gehen. Aus diesem Anlass wurde der Vorschlag entwickelt, diesen letzten Jahrgang im Schulzentrum Rothenstein zu beschulen, das die Kapazitäten für diesen zusätzlichen Jahrgang vorhält. Ein Konzept zur Kooperation der Schulen soll den reibungslosen Ablauf gewährleisten.

Märkischer Kreis übernimmt Verbundschule

Eine Prognose der Schülerzahl der Verbundschule Volmetal, die seit 2008/09 als Verbundschule mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, soziale und emotionale Entwicklung geführt wird, erweist sich für die kommenden Jahre aufgrund des neuen Konzepts der inklusiven Beschulung und damit fehlender Erfahrungswerte als nicht haltbar. Grundsätzlich ist allerdings schon heute klar, dass die erforderliche Mindestzahl an Schülerinnen und Schülern nicht erreicht wird – allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Schüler von 148 auf 80 Kinder gesunken; die Mindestgröße liegt dagegen bei 144 Schülerinnen und Schülern. Die Schule kann also in Zukunft nicht eigenständig im Verbund der Städte Meinerzhagen und Kierspe bestehen bleiben.

Um dennoch das Angebot einer Förderschule im Ort aufrecht erhalten und die Verbundschule Volmetal weiterführen zu können, schlägt der Schulausschuss ihre Auflösung vor, so dass in einem nächsten Schritt der Märkische Kreis die Schule als Träger übernehmen kann. Dies ist seitens des Märkischen Kreises bereits zugesichert worden.

Auflösungsbeschluss erforderlich

Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates in seiner Sitzung am 1. Dezember und der Genehmigung durch die Bezirksregierung Arnsberg wäre der Schulträger, der Schulverband für die Verbundschule, dafür zuständig, einen Auflösungsbeschluss zu erwirken. Danach würde die Verbundschule Volmetal in die Trägerschaft des Märkischen Kreises übergehen und als eigenständiger Teilstandort gemeinsam mit den Förderschulen Erich Kästner und Astrid Lindgren in Lüdenscheid sowie der Förderschule am Drescheider Berg in Altena zu einer gemeinsamen Schule in der Trägerschaft des Märkischen Kreises zusammengehen. Das Fortbestehen einer Möglichkeit zur Beschulung in einer Förderschule würde auf diese Weise trotz sinkender Schülerzahlen und Inklusion gesichert.

Neue Staffelung bei Elternbeiträgen

Offene Ganztagsschulen in Meinerzhagen: Elternbeiträge, Satzung zur Festsetzung und Erhebung Seit dem Schuljahr 2005/06 wird der offene Ganztag in drei städtischen Gemeinschaftsgrundschulen zu einem Elternbeitragssatz von 50 Euro pro Monat angeboten. Nachdem die AWO als Trägerin dieser Einrichtungen auf eine finanzielle Unterdeckung ihres Angebots – u.a. aufgrund des im Verhältnis sehr niedrigen Elternbeitrages – hingewiesen hat, berät der Schulausschuss in seiner Sitzung über eine neue einkommensabhängige Staffelung der Elternbeiträge. Demnach sieht die Satzung über die Festsetzung und Erhebung von Elternbeiträgen vor, dass bei einem Jahreseinkommen bis zu 25.000 Euro 30 Euro pro Monat, bis zu 50.000 Euro 60 Euro und bei einem darüber liegenden Jahreseinkommen 90 Euro pro Monat erhoben werden. Vorbehaltlich einer positiven Beratung durch Schulausschuss sowie Haupt- und Finanzausschuss unterliegt auch diese Beschlussvorlage der Verabschiedung durch den Rat in seiner Sitzung am 1. Dezember.

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