Schalksmühle. Am 4. Januar um 17 Uhr lädt die Gemeinde Schalksmühle zum traditionellen Konzert „Musik alter Meister“ in die Kreuzkirche Am Mathagen ein. Es ist das 49. Konzert in Folge. Geleitet wird das Konzert von Prof. Harald Hoeren (Cembalo). Neben den bekannten Ensemblemitgliedern Annette Wehnert (Violine) und Imola Gombos (Viola da Gamba und Violoncello), wirken bei diesem Konzert mit: die Sopranistin Elisa Rabanus und die Flötistin Annie Laflamme.

Das Konzertprogramm hat seinen Schwerpunkt in der Musik des Spätbarock. Die meisten Kompositionen sind in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden und repräsentieren die drei damals bedeutendsten musikalischen Stile, den französischen, italienischen und den deutschen.

Neben dem „Pariser Quartett“ von Telemann und den drei Stücken für die Viola da gamba von Marais, die beim letzten Konzert mit Musik Alter Meister in Schalksmühle wegen eines gebrochenen Wirbels an der Gambe ausfallen mussten, gehört die Musik von Händel, Boismortier und Veracini in diese Epoche. Carl Friedrich Abels Sonate für die Traversflöte und Basso continuo hingegen ist der folgenden Epoche hinzu zu zählen, der Zeit des empfindsamen und galanten Stils.

Elisa Rabanus (Sopran)

Die junge Sopranistin Elisa Rabanus hat sich weitgehend auf die Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts spezialisiert. So gewann sie z.B. den ersten Preis beim „Austria Baroque Academy Music Award“ in Gmunden, Österreich. Sie arbeitet freischaffend als Solistin und als freie Mitarbeiterin für bedeutende deutsche Rundfunkchöre.

Harald Hoeren
Annie Laflamme spielt die Traversflöte.

Annie Laflamme (Traversflöte)

Während im Paris des 18. Jahrhunderts die Musik des Barock ihre schönsten und exklusivsten Blüten trieb, waren sieben kleine Eilande in Kanadas eiskaltem St. Lorenz Strom das Ziel französischer Auswanderer in der neuen Welt. Sept-Iles, so heißt heute noch der Ort, in dem 250 Jahre später deren Nachfahrin, die Flötistin Annie Laflamme geboren wurde. Als Québécoise fühlt sie sich der Sprache des Alten Frankreich ebenso nah, wie sie als Künstlerin mit der Musik der Alten Welt verbunden ist. Heute lebt Annie Laflamme als Spezialistin für historische Flöten des Barock, der Klassik und der Romantik in Köln. Sie arbeitet mit renommierten Ensembles wie z. B. der Haydn Akademie Wien, Le Cercle de l’Harmonie Paris, Musicaeterna Perm (Russland), Concerto Köln, dem Collegium 1704 Prag, Wrozlaw Baroque Orchestra (Polen).

 

Imola Gombos (Viola da gamba und Violoncello)

Die Cellistin und Gambistin Imola Gombos wurde in Budapest geboren. In den Jahren 1990 und 1993 war sie Preisträgerin des staatlichen Cellowettbewerbs in Ungarn. Zunächst erwarb sie an der Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Budapest das Kammermusik- und Pädagogikdiplom, studierte anschließend Barockcello und Viola da gamba in Wien (José Vásquez), als DAAD-Stipendiatin in Frankfurt am Main (Rainer Zipperling) und Bremen (Hille Perl). Als Solistin und Kammermusikerin arbeitet sie mit bekannten Künstlern wie Monica Hugget, John Holloway, Barthold Kuijken, Gabriel Garrido und Ensembles, u. a. Weser Renaissance und Concerto Köln.

Harald Hoeren (Cembalo)

begann seine musikalische Laufbahn bei der „Camerata Köln“. Als Cembalist und Fortepianospieler hat er sich in über 100 CD-Einspielungen mit Musik vom Frühbarock bis hin zur Wiener Klassik profiliert. Konzertreisen führten ihn durch fast alle mittel- und westeuropäischen Länder, nach Asien, Nord- und Südamerika. 1983 und 1990 war er Gastprofessor an der „University of the Philippines“ in Manila, und seit 1984 leitet er eine Klasse für historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule in Frankfurt am Main, wo er 1999 zum Professor ernannt wurde.

Eintrittskarten sind ab sofort erhältlich im Rathaus, Bürgerbüro. Vorbestellungen sind möglich unter Tel. 0 23 55/840. Preise: 14,00 € (ermäßigt 10,50 €/7,00 €)

 

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