Schalksmühle. Seit die Klagebach wegen Bauarbeiten gesperrt ist, nutzen Busse die Straße Flaßkamp als Umleitungstrecke. Jetzt schlägt der UWG-Ratsherr und Kreistagsabgeordnete Harald Haböck Alarm „Ich konnte das zunächst nicht glauben“, schreibt er in einem Brief an die Gemeinde, die Polizei, den Märkischen Kreis und die MVG. Es sei aber tatsächlich so. Schon mehrfach sei es auf der Strecke mit bis zu 14 Prozent Gefälle zu gefährlichen Situationen im Begegnungsverkehr gekommen, auch Unfälle seien vorprogrammiert. „Die MVG-Busse benutzen im Begegnungsverkehr talwärts die Gehwege (die natürlich kaputt gefahren werden), weil sie anders nicht ausweichen können.“ Haböck bittet deshalb alle beteiligten Behörden, darauf einzuwirken, dass die Busse wieder wie bei der letzten Vollsperrung der Klagebach über  Rummenohl umgeleitet werden.

Gefahren werden billigend im Kauf genommen

„Die Verkehrsteilnehmer und wir Nachbarn als Beobachter der Situation können nun nur davon ausgehen, dass das Befahren der Gehwege und die dadurch entstehenden Gefahren durch die MVG-Busse und auch durch andere Fahrzeuge billigend in Kauf genommen werden. Ebenso die Schäden an den Bordsteinen, Gehwegen und eventuell auch Fahrzeugen.“

Harald Haböck: „Nicht akzeptabel“

Die Entscheidung, den Linienbusverkehr durch den Flaßkamp umzuleiten, bedeute immer, dass bei Begegnungsverkehr in den vielen Engstellen der Gehweg mitbenutzt werden müsse. „So könnte man unterstellen, dass dies vorsätzlich geplant war. Dies ist für uns nicht akzeptabel“, schreibt Haböck weiter.

Sorge, dass die Klagebach länger gesperrt bleibt

Auf dem Hinweis, dass die Baustelle in der Klagebach nach drei Tagen abgeschlossen sei, vertraut er nicht. „Dies ist aber mit hoher Wahrscheinlichkeit und aktuellem Stand der Baumaßnahme nicht so“, hält Haböck fest. Ein Gespräch mit Mitarbeitern der bauausführenden Firma habe ergeben, dass bei Regen oder Schnee natürlich nicht geteert werden könne. Da die Wetterprognosen für die nächsten Tage aber Regen und Schnee bedeuten, wird die Sperrung der Klagebach noch für unbestimmte Zeit andauern.

Umleitungsbeschilderung existiert

Bemerkenswert ist aus Haböcks Sicht, dass eine Umleitungsbeschilderung im Höhengebiet besteht, die zwar oft von Lkw – und Pkw Fahrern nicht beachtet werde – und für den Linienverkehr der großen Linienbusse bewusst nicht angeordnet worden sei.

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