Pascalina Pili und Konstantinos Terzakis. Die beiden sind zusammen mit anderen "Bahnhofspioniere" und bewirtschaften seit einem halben Jahr das Bistro-Café "Gleis 1" am Lüdenscheider Bahnhof. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Wer kennt ihn nicht, den neuen „KUBUS“ am Lüdenscheider Bahnhof? Topmodern und stylisch kommt er daher und beherbergt nicht nur den Barber-Shop für Männer des stadtbekannten Top-Friseurs Yves Bubert, eine Burger-Bar und eine Fahrschule, die nicht nur durch ihre „Hühnchen“ glänzt, sondern auch eine Bistro-Café namens „Gleis 1“, das von Pascalina Pili und ihrem Lebensgefährten Konstantinos geführt wird.

Neubelebung des Bahnhofsgeländes

Public Viewing. Warum nicht auch einmal am Bahnhof.
Public Viewing. Warum nicht auch einmal am Bahnhof.

Etwas länger als ein halbes Jahr sind die Geschäfte in besagtem Kubus nun „auf dem Weg“, Zeit einmal nachzufragen, wie es dem einen oder anderen dort ergangen ist.

Immerhin ist der Neubau sowas wie ein „Experiment“ und der derzeitige Hauptakteur in einer geplanten Neubelebung des Bahnhofsgeländes. Zeit wurde es, war doch der Platz um den Bahnhof herum vor noch gar nicht so langer Zeit eher dazu angetan, etwaige Neubesucher der Stadt zu einem sofortigen wieder Abreisen zu nötigen. Und damit ein ganz falsches Bild von Lüdenscheid zu zeichnen. Nun jedoch beginnt die „Bahnhofsmeile“ zu leben, schließen sich Technikum, Phänomenta, Bahnhof, EGC und „Kubus“ gemeinsam mit dem geplanten Hotel zu einem runden Ganzen zusammen und vermitteln so einen ganz neuen Eindruck von der Bergstadt.

Den Wandel mit anpacken

Diesen Wandel mit anzupacken, dazu gehört auch von seiten der Händler und Gastronomen Mut. Die hübsche Pascalina bewies diesen dadurch, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann ohne lange zu überlegen, die Gelegenheit am Schopfe packte, das „Gleis 1“ eröffnete und damit ein echtes „Hightlight“ am Bahnhof setzte. Jetzt nach einem halben Jahr ziehen sie ein positives Resümee. „Gleis 1“ ist nicht mehr nur ein schön gestaltetes Bistro, sondern mittlerweile auch Eventcafé, in dem sich solche lokalen Musiker-Größen wie Markus Hartkopf von der John Porno Band, Max Jalaly, Ulli Kuhn, HonigMut oder Nancy Siskou ein Stelldichein geben.

„Crepe-Designerin“

EIn Crepes dann und wann ..
EIn Crepes am Bahnhof dann und wann ..

Zudem hat Pascalina ihr Talent als „Crepe-Designerin“ entdeckt und bietet ihren Gästen mit den französischen Köstlichkeiten ebenfalls etwas, was es so in Lüdenscheid garantiert kein zweites Mal gibt. Stundenlang brütet sie über neuen Rezepten für ihre Crepes und testet dazu die passende Deko. Mit Erfolg! Es spricht sich herum: Wer Crepes essen will, landet immer öfter im „Gleis 1“.

Jedoch – es war bis hierhin auch keine leichte Zeit. In Lüdenscheid in diesem Bereich, etwas Neues zu starten, erfordert großen unternehmerischen Geist, den wohl nur eine solch gastroerfahrene Wirtin wie Pascalina Pili so schnell und gründlich aufbringt. Sie ist quasi inmitten von Kochtöpfen aufgewachsen, stammt sie doch aus einer schon alteingesessenen griechischen Gastronomenfamilie, die mittlerweile bereits die dritte Lüdenscheider Generation von hungrigen Mäulern bestens versorgt.

Mischung von gutem Service, familiärer Atmosphäre und Kunst

Hier im „Gleis 1“ soll dies nun weitergeführt werden. Auf eine neue, ganz moderne und unkonventionell Art und Weise. Die beiden jungen Wirte konzentrieren sich auf eine Mischung von gutem Service, familiärer Atmosphäre und Kunst in Form von Musik und demnächst auch von Ausstellungen. Dazu gibt es im Moment „Public Viewing“ und für die „Mädels“ jede Menge Tipps und Tricks von Pascalina kostenlos obendrauf, wie man es nämlich schafft, 16 Stunden hinter dem Tresen und in der Küche zu stehen und dabei zu jeder Zeit auszusehen wie ein Top-Model.

Einsatz als „Bahnhofspioniere“

Die zwei mögen sich.
Die zwei mögen sich und sind hochmotiviert.

Die beiden sind ein nettes und sehr sympathisches  Paar, das dabei sehr hart arbeitet, um „Gleis 1“ zu einem Erfolg zu machen. Sie haben ganz realistisch die Hoffnung, dass sich durch das geplante Hotel und die Restsanierung rund um den Bahnhof herum, ihr Einsatz als „Bahnhofspioniere“ in den nächsten Jahren rentiert.

Ein Anfang ist jedenfalls gemacht und Lüdenscheid besitzt endlich ein Bahnhofs-Café, das seinem Namen alle Ehre macht und in dem man zu Zeiten, zu denen man als Wartender auf seine Bahn nicht im Regen oder Durchzug stehen möchte, gemütlich und im Warmen einen guten Kaffee trinken kann. Etwas, was diesem Bahnhof definitiv jahrzehntelang gefehlt hat und die Qualität als „Standort Lüdenscheid“ durchaus steigert.

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