Hagen. Die Stadt Hagen wird nach 2010 ein weiteres Mal mit dem European Energy Award (eea) ausgezeichnet. Am 18. November überreicht NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel die Auszeichnungen an alle Preisträger-Kommunen des Bundeslandes.  Umweltdezernentin Margarita Kaufmann nimmt den Preis für die Stadt Hagen entgegen, so die Mitteilung aus dem Rathaus.

Was ist das eigentlich eea? Antwort auf diese Frage gibt die EnergieAgentur.NRW, die das EEA-Verfahren für NRW organisiert. Der European Energy Award ist der Versuch auf folgende Fragestellung in der Praxis der Städte und Gemeinden Antworten zu geben: Wie lässt sich kommunale Energiearbeit optimieren und erfolgreich umsetzen?

Der European Energy Award (eea) ist dabei ein vielfach erprobtes Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren. Ziel ist es, „die Qualität der Energieerzeugung und -nutzung in einer Kommune zu bewerten, regelmäßig zu überprüfen und Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zu erschließen“, informiert die EnergieAgenturNRW auf ihren eea-Informationsseiten. Erfolge bei den Bemühungen werden „öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet“.

Ausgezeichnet wird, wer mit seinen Bemühungen mindestens 250 Punkte, die Hälfte der maximal zu vergebeneden Punktzahl von 500, erreicht. Ab 75% der Maximalzahl gibt es den European Energy Award Gold. Bundesweit nehmen zahlreiche Städte, Kommunen und Kreise teil. Auf der Homepage des Awards sind Detailinformationen zu den teilnehmenden Kommunen zu finden, z.B. über die Hagener Aktivitäten und Planungen.

Die Stadtverwaltung Hagen teilt dazu mit: „Bei der letztjährigen Abschlussprüfung stellte der TÜV-Rheinland eine Steigerung zum Jahr 2009 um etwa 5 Prozent auf insgesamt 65 Prozent der im eea-Prozess maximal erreichbaren Punkte fest.“ Damit tat das Hagener Energie-Team unter Koordination des Umweltamtes einen Schritt in Richtung Gold-Auszeichnung.

Vorrangige Maßnahme zur Umsetzung des energiepolitischen Arbeitspapieres sei in diesem Jahr eine Personalentscheidung gewesen, so die weitere Information aus dem Rathaus.  Ein externer Klimaschutzmanager wurde eingestellt. Seine Hauptaufgabe: die Ziele des Integrierten Klimaschutzkonzeptes umsetzen, Beratungsleistungen koordinieren und übergreifende Klimaschutzmaßnahmen ausarbeiten.

Eine Vorhaben ist die Beheizung von städtischen Gebäuden mit erneuerbaren Energien voran zu treiben, z.B durch Einsatz von „Holzhackschnitzel“ als Brennstoff. Die Auswertung und Verbesserung der Energieeffizienz der Straßenbeleuchtung und Lichtzeichenanlagen steht ebenfalls auf der Agenda. Das bedeutet Umrüstung auf moderne, energieeffiziente LED-Technik.

„Dieser Prozess wird seit einigen Jahren kontinuierlich fortgeführt. Aber auch die Aktivitäten zur Förderung der E-Mobilität bei PKW und insbesondere bei Pedelecs sind von der Bevölkerung gut angenommen worden.“, so die Mitteilung aus dem Rathaus.

Nicht ohne Stolz verweist man auf „Highlights im Bereich der Kommunikation und Kooperation“: Das „waren der Gewinn des Wettbewerbs zum Kommunalen Klimaschutz 2014 mit der ‚Lucy-Trilogie – dem Kinder- und Jugendtheaterstück für den Klimaschutz,  die Beteiligung des Umweltamtes an der Hundertwasserausstellung zum Thema klimarelevanter Verhaltensänderungen sowie der erfolgreiche Start des zweiten Klimaschutzprojektes mit der Hagener Klimapartnerstadt Portmore auf Jamaika.“

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