Diese Bombe vom Typ "GP 500 Pound" hatte Hagen seit 9.20 Uhr Atem gehalten. Foto: hagen.de

Hagen. Aufatmen rund um die Hagener Bahnhof: Seit 19.35 Uhr ist die Fliegerbombe entschärft. Kampfmittelbeseitiger Karl-Friedrich Schröder hat den Blindgänger unschädlich gemacht. Alle Maßnahmen werden zurückgezogenen. Die evakuierten Menschen, darunter auch 330 Personen, die im ehemaligen Baumarkt Max Bahr an der Eckeseyer Straße ausgeharrt hatten, können in ihre Wohnungen zurückkehren.

Seit 9.20 Uhr hatte die Bombe vom Typ GP 500 Pound, die bei einem Bombenangriff im Frühjahr 1945 von der amerikanischen Luftwaffe auf die Hagener Innenstadt abgeworfen worden war, die Menschen in Atem gehalten.

Rund 2700 Menschen mussten Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen

Rund 2700 Menschen mussten ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen. Während der eigentlichen Entschärfung, die um 19.11 Uhr begonnen hatte, wurde der Bahnverkehr eingestellt. Auch der Hagener Hauptbahnhof musste geräumt werden. Von der Evakuierung nicht betroffen war das eigentliche Bahnhofsgebäude.

Das kollektive Aufatmen war groß. Die in den frühen Morgenstunden bei Bauarbeiten an der Sedanstraße freigelegte Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg konnte gegen 19.35 Uhr von Kampfmittelbeseitiger Karl-Friedrich Schröder erfolgreich entschärft werden. Wenig später konnte die Sperrung der Straßen wieder aufgehoben und das Schienennetz wieder für den Bahnverkehr frei gegeben werden.

Nach fünf Stunden wieder zurück

Vorangegangen war ab 15 Uhr eine aufwendige Evakuierungsaktion in einem Radius von rund 500 Metern um die Fundstelle. Gut 2.700 Personen müssten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. In den ehemaligen Räumlichkeiten des Baumarkts Max Bahr in Eckesey wurden gut 330 Evakuierte betreut und verpflegt. Nach knapp fünf Stunden konnten alle wohlbehalten zurück in ihre Häuser.

Insgesamt war rund 350 Hilfskräfte von Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt und Hilfsorganisationen seit etwa 9.20 Uhr morgens im Einsatz.

OB Schulz: Vorbildliches Zusammenspiel

„Ein ganz besonderes Dankeschön geht an alle Einsatzkräfte und die vielen ehrenamtlichen Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf der Evakuierungsaktion gesorgt haben. Ihr Zusammenspiel war vorbildlich und hat wesentlich dazu beigetragen, dass alles geordnet und ohne große Probleme ablief“, fand ein sichtlich erleichterter Oberbürgermeister Erik O. Schulz lobende Worte für alle am Einsatz Beteiligten.

 

 

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