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Hagen. (ots/wolf) Ein Haftrichter hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hagen Haftbefehle gegen die beiden Männer, die am Donnerstagabend den schweren Unfall auf der Feithstraße verursacht haben, erlassen. Die beiden Raser, die sich offenbar ein illegales Straßenrennen geliefert hatten, sitzen zurzeit in Untersuchungshaft. Das teilt die Polizei mit.

Sechsjähriger weiter in Lebensgefahr

Bei dem Unfall sind fünf Menschen, darunter zwei Kinder, schwer verletzt worden. Ein sechsjähriger Junge Haftbefehl erlassen. Wie bereits berichtet, ereignete sich am vergangenen Donnerstagabend (19. Mai) ein schwerer Verkehrsunfall in der Feithstraße, bei dem fünf Menschen schwer verletzt wurden, darunter zwei Kinder. Nach Mitteilung der Polizei ist der Gesundheitszustand des verletzten sechsjährigen Jungen unverändert. Er befindet sich nach wie vor in Lebensgefahr, soll aber zurzeit stabil sein.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand lieferten sich ein 33-jähriger Audi-Fahrer sowie ein 46-jähriger Skoda-Fahrer ein Rennen und überschritten dabei erheblich die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Während der 46-jährige Mann in einen Frontalunfall mit schweren Folgen verwickelt wurde, flüchtete der 33-Jährige von der Unfallstelle. Er meldete sich wenige Stunden nach dem Unfall über seinen Rechtsanwalt bei der Hagener Polizei.

Polizei-Gewerkschaft fordert härteres Vorgehen

Unterdessen fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein härteres Vorgehen der Justiz gegen Raser. Auf die Frage, wo die Entschlossenheit der Justiz bleibe, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek den „Ruhr Nachrichten“ (Dortmund): „Solche illegalen Rennen stellen eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Das ist nicht hinnehmbar und muss strenger bestraft werden. Jemand, der bei einem solchen Wahnsinn einen Menschen tötet, darf nicht als freier Mann mit einer Bewährungsstrafe aus dem Gerichtssaal gehen.“ Sonst bestehe eine noch höhere Wiederholungsgefahr. „Die Gerichte müssen ein deutliches Signal setzen“, forderte Radek.

In einem Prozess um den Tod einer Radfahrerin bei einem illegalen Autorennen in Köln waren kürzlich zwei junge Männer zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Mit dem Urteil war das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft geblieben.

Was der ADAC zum tödlichen Nervenkitzelschreibt hier.

 

 

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