Foto: Ulrich Velten / pixelio.de

Bald ist es wieder soweit. Es piepst in der Natur überall – in Nistkästen, Gebüschen oder Hecken. Mit zarten Stimmchen betteln die Jungvögel um Futter und einige von ihnen verlassen bereits das sichere Nest. Diese einsam und hilflos wirkenden Jungvögel sollten aber nicht gleich auf- und mitgenommen werden. Darum bittet der Fachdienst Naturschutz und Landschaftspflege des Märkischen Kreises. Nur ganz selten handelt es sich nämlich bei gefundenen Jungvögeln um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die die Hilfe des Menschen benötigen. Der Schein trügt häufig, denn die Jungen mancher Vogelarten haben noch kein vollständig ausgebildetes Gefieder, wenn sie das Nest verlassen. Sie werden aber weiterhin – auch außerhalb des Nestes – von ihren Eltern versorgt. Zu diesem Zweck teilen die Jungvögel ihren Eltern durch Standortlaute laufend mit, wo sie stecken.



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Nur ganz selten ist es so, dass Jungtiere tatsächlich verlassen sind. Mittlerweile stehen sämtliche wildlebenden Vogelarten, die im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten heimisch sind, unter Schutz. Das gilt nicht nur für die Vögel selbst, sondern auch für deren Eier und Nester.

Die Mitarbeiter des Fachdienstes Naturschutz und Landschaftspflege des Kreises stellen vermehrt, dass Spaziergänger Nestflüchtlinge aufgehoben und mitgenommen haben. Zu Hause konnte oft eine artgerechte Versorgung der Jungvögel nicht gewährleistet werden. Aus diesem Grund wurden diese Vögel dann an die im Märkischen Kreis bekannten Auffangstationen, die über genügend Sachkunde verfügen, abgegeben. Die Kapazitäten sind allerdings begrenzt, so dass gerade im Frühjahr die Auffangstationen an ihre Grenzen kommen. (pmk)

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