Guido Raith
Guido Raith, Ulrike Tütemann und Dr. Eckhard Trox präsentieren das Banner, mit dem die Ausstellung beworben wird.

Lüdenscheid/Südwestfalen. Schwarz-weiße Statements der Freundschaft über Alters-, Kultur- und Generationengrenzen hinweg: Vom 31. Mai bis 29. September zeigen die Museen der Stadt Lüdenscheid die Ausstellung „Freunde.“ Gezeigt werden 30 großformatige Bilder des Lüdenscheider Fotografen Guido Raith. „Freunde.“ ist ein Projekt des Vereins „Wir hier! Verein für kulturelle Vielfalt in Südwestfalen e. V.“ in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Lüdenscheid und Guido Raith. Umgesetzt wurde es mit Fördermitteln des Ministeriums für Kinder, Familie, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Auch die Sparkasse Lüdenscheid zählt zu den Unterstützern.

Rührende und spannende Geschichten

Guido Raith
Guido Raith hat die 30 Freundespaare fotografiert.

Das Motto der Ausstellung geht auf eine Idee von Guido Raith zurück. Für ihn ist Freundschaft das einfachste verbindende Element zwischen zwei Menschen. „Grenzen spielen dabei keine Rolle“, sagt er. Und so hat er für das Projekt Menschen aus Afrika, Sri Lanka, Griechenland, der Türkei und anderen Ländern der Welt mit Männern und Frauen aus Deutschland zusammengebracht. „Dabei habe ich rührende, lustige und spannende Geschichten gehört“, berichtet Guido Raith. Was die Menschen verbindet, die auf seinen Bildern zu sehen sind, werden die Ausstellungsbesucher ebenfalls erfahren. Museumsleiter Dr. Eckhard Trox, Ulrike Tütemann als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums und Dorna Hatamlooy vom Verein „Wir hier!“ haben Interviews mit den Frauen und Männern geführt. Die Ergebnisse sind auf Texttafeln neben den Bildern nachzulesen.

Guido Raith
Die beiden Freunde Lars und Klaudius.

„Was mich erstaunt hat, ist die Freundschafts-Routine“, sagt Dr. Eckhard Trox. Für viele sei ihre Beziehung schon etwas Besonderes. Die Tatsache, dass der Freund oder die Freundin einer anderen Nationalität, Religion oder auch einer anderen Generation oder einem anderen Kulturkreis stamme, spiele für sie jedoch keine besondere Rolle. Zu diesem Schluss sind auch Ulrike Tütemann und Dorna Hatamlooy gekommen. „Wir sind zu den Schluss gekommen, dass es keiner absoluten Erklärung für das Phänomen Freundschaft bedarf. Freundschaft ist vielfältig, facettenreich, individuell, so wie die Geschichten unserer Freundespaare, deren Verständnis von Freundschaft nicht unterschiedlicher sein könnte“, sagen sie.

Guido Raith setzt das Wesen der Beziehung in Bilder um

Männerfreundschaften, Sandkastenfreundschaften, Freundschaften, die am Arbeitsplatz und beim Sport entstanden sind – alles ist dabei. Das Wesen dieser Beziehungen in Bilder umzusetzen, das war die Aufgabe für Guido Raith.

Guido Raith
Guido Raith vor einem der 30 Bilder.

Dabei sind Bilder von starker Symbolkraft entstanden. Bei anderen muss sich der Betrachter die Motive auf sich wirken lassen, um das Band der Freundschaft zu erspüren. „Freunde.“ visualisiert Vielfalt und zeigt damit das Anliegen des Fotografen, des Vereins „Wir hier!“ und der Städtischen Museen: Ihnen geht es darum, in einer Gesellschaft, die durch Zuwanderung von Vertriebenen, Arbeitsmigranten, Flüchtlingen und Asylsuchendem einen ständigen Wandel unterliegt, Vielfalt als Bereicherung und Chance zu verstehen. Vor diesem Hintergrund ist auch der Wunsch von Museumsleiter Dr. Eckhard Trox zu verstehen. Er möchte, dass alle fotografierten Freundespaare zur Ausstellungseröffnung kommen „sowie deren Freunde und die Freunde dieser Freunde.“

Die Ausstellung wird am Sonntag, 31. Mai, um 16 Uhr eröffnet.

Begrüßung:

Tanja Tschöke, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Lüdenscheid

Dr. Eckhard Trox, Leiter der Museen der Stadt Lüdenscheid

Guido Raith, Fotograf,

Dorna Hatamlooy, Ulrike Tütemann, Vorsitzende des Vereins „Wir hier!“

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