Auch dieser Brunnen gehört mit zum Stadthallen-Ensemble. Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen. „Wir begrüßen die Entscheidung der Stadtverwaltung, den Veranstaltungsbereich als Herzstück der Stadthalle möglichst zu erhalten.“ Damit reagierte Karl Hardenacke, Sprecher des Ortsverbandes der Grünen auf die Mitteilung, dass die Halle nicht denkmalwürdig ist, aber dennoch erhalten werden soll. Er erinnerte daran, dass zuerst die Grünen gegen den geplanten Abriss eindeutig Stellung bezogen haben und dann beim Landschaftsverband die Bitte zur Prüfung auf Denkmalwürdigkeit vorgebracht haben.

Zeit für neue Überlegungen gewonnen

Auch wenn der LWL anders entschieden habe, sei damit Zeit gewonnen worden, heißt es in einer Mitteilung des Ortsverbandes der Grünen.  „Dass das jetzt zu neuen Überlegungen geführt hat und der Bürgermeister nun dem erkennbaren Willen der Bürgerschaft Rechnung tragen will, ist ein gutes Zeichen“, so Hardenacke weiter. Er lobt auch ausdrücklich das Engagement der Initiative „Pro Stadthalle“, die sich ebenfalls und sehr engagiert für einen Erhalt des „kulturellen Zentrums der Stadt“ stark gemacht habe.

Der Grünen-Sprecher erinnert daran, dass die etablierten Parteien gleich nach Bekanntwerden der Abriss-Pläne auf den Zug aufgesprungen seien und einem Einkaufszentrum schon kritiklos entgegen gefiebert hätten. Hardenacke: „Die Prüfung, die viel kritisiert worden war und ohnehin hätte erfolgen müsse, hat also Zeit gebracht. Dass die Verwaltung sie genutzt hat, über Lösungen nachzudenken, die offensichtlich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger sind, ist ein Gewinn für die Stadt.“

Ingolf Becker: Entscheidung ganz in unserem Sinne

„Die Entscheidung ist ganz in unserem Sinne“, betont auch Fraktionssprecher Ingolf Becker. Die Grünen fühlen sich in ihrer von Anfang an skeptischen Haltung bestätigt, nachdem ein Planungsexperte erst vor wenigen Tagen in einer Veranstaltung der Grünen mit interessierten Gästen die Probleme eines Einkaufscenters in Städten der Größenordnung wie Meinerzhagen aufgezeigt hatte. Becker: „Die Kombination aus Erhalt und neuen Impulsen für die Stadtentwicklung wie die Verwaltung sie als sinnvoller Weg bezeichnet hat, ist eine gute Basis für weitere Diskussionen, wenn die Veranstaltungsräume als Kern erhalten bleiben.“

 

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