Zum Finale spielten Jörg Widmoser, Hajo Hoffmann, Anna-Sophie Dreyer und Beate Wolff den Jazz-Titel "Mercy, Mercy, Mercy".

Schalksmühle. Jörg Widmoser, Anna-Sophie Dreyer und Beate Wolff sind Vollblutmusiker. Sie beherrschen das Repertoire des klassischen Streichtrios in der Besetzung Violine, Viola und Celle die klassische Literatur von Luigi Boccherini über Joseph Haydn bis zu Mozart und zeitgenössischer Musik. Zusammen mit Hajo Hoffmann (Ukulele) brach das Trio am Sonntag in der Kirche St. Thomas Morus in die Welt des Jazz auf. Zum Abschluss des Konzert legten sie auf 16 Saiten ein groovendes „Mercy, Mercy, Mercy“ hin. Und so reihte sich die Komposition von Joe Zawinul, die Julian „Cannonball“ Adderly mit seinem Quintett zu Weltruhm gebracht hat, nahtlos ein in ein von Spielfreude, feiner Technik und Lust an der Musik geprägtes Konzert.

Beate Wolff
Beate Wolff
Jörg Widmoser
Jörg Widmoser
Anna-Sophie Dreyer

 

Zwischenzeitlich präsentierte das Streichtrio ein Kabinettstückchen von Jörg Widmoser. Er hat das Wohltemperierte Klavier von Johann Sebastian Bach für Streicher umgeschrieben und komplett auf CD eingespielt. Am Sonntag spielte er mit Anna Sophie Dreyer und Beate Wolff das Präludium in h-Moll und die Fuge Nr. 2 und c-Moll. Der Altmeister hätte sich gewundert, wie gefällig seine Werke auf zwölf Saiten klingen.

Anpassung an die klassische Stimmung

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Hajo Hoffmann

Deutschlands Ukulele Crossover-Künstler Hajo Hoffmann passte an diesem Nachmittag sein Programm an die an die vorherrschend klassische Stimmung an. Virtuos spielte der die 4. Fantasie aus den 36 Fantasien für Klavier von Georg Philipp Telemann oder den „Danse macabre“ (Totentanz) von Camille Saint-Saens. „Bach im Ganges“ zählt zu den typischen Hoffmann-Crossover-Stücken. Elegant verknüpfte er Klänge des barocken Orgel-und Klaviervirtuosen mit indischen Klänge. Sein überschäumendes Temperament stellte Hoffmann mit der Eigenkomposition „Vamos em frente“ unter Beweis.

Widmoser und Hoffmann lassen alten Zeiten aufleben

Hoffmann und Widmoser ließen am Sonntag in der Kirche St. Thomas Morus am Sonntag alte Zeiten aufleben. Mitte der 1990er waren beide als Duo „A Touch of Violins“ unterwegs. Dass sie sich musikalische nach wie vor gut verstehen bewiesen sie mit dem Stück „Schloss Pudgala“ – eine jazzig angehauchte Improvisation über mittelalterliche Tonfolgen.

 

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