WassermeisterRalf Hedderich und seine Besucher: Über das Rohrsystem im Wasserwerk wird das Wasser ins Versorgungsgebiet transportiert.

Lüdenscheid. Großes Interesse am Lebensmittel Nr. 1: Rund 100 Besucher folgten am Samstag, 21. März, einer Einladung der Stadtwerke Lüdenscheid. Sie nahmen an Führungen durch das Wasserwerk in Treckinghausen teil. Anlass war der „Tag des Wassers“. Da der Weltwassertag, 22. März, in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, hatten sich die Stadtwerke entschlossen, ihre Aktion vorzuverlegen. So wollte der Wasserversorger möglichst vielen Interessenten den Besuch im Wasserwerk Treckinghausen ermöglichen. Das Konzept ging auf. Alle vier Führungen waren ausgebucht.

Rohwasser aus zwei Talsperren

Wassermeister Ralf Hedderich und seine Kollegen informierten die Besucher über den umfangreichen Arbeitsprozess, mit dem in Treckinghausen aus dem Rohwasser der Verse- und der Jubachtalsperre qualitativ hochwertiges Trinkwasser erzeigt wird.

Hier wird das Wasser zum ersten Mal kontrolliert. Es folgen neun weitere Probenentnahmen, bis es das Wasserwerk wieder verlässt.
Hier wird das Wasser zum ersten Mal kontrolliert. Es folgen neun weitere Probenentnahmen, bis es das Wasserwerk wieder verlässt.

Das Talsperrenwasser wird dabei zunächst vorbehandelt, in zwei Filterstufen gereinigt und nach einer Desinfektion als nun hochwertiges Trinkwasser über Förderpumpen zu den insgesamt 180 000 Kunden in Lüdenscheid, Kierspe und der weiteren Umgebung transportiert. Für die Leitung nach Werdohl werden keine Pumpen benötigt. „Das freie Gefälle reicht aus“, sagte Wassermeister Ralf Hedderich.

Jährlich 6,7 Millionen Kubikmeter

Im Wasserwerk Treckinghausen bereiten die Stadtwerke Lüdenscheid jährlich rund 6,7 Millionen Kubikmeter Trinkwasser auf. Das Transportnetz im Versorgungsgebiet des Wasserbeschaffungsverbandes Lüdenscheid umfasst neben Lüdenscheid auch Kierspe, Schalksmühle, Wiblingwerde, Werdohl, Herscheid und Plettenberg.

Fünf dieser riesigen Behälter stellen die Wasserversorgung sicher. Zur Sicherheit gibt es fünf weitere Tanks.
Fünf dieser riesigen Behälter stellen die Wasserversorgung sicher. Zur Sicherheit gibt es fünf weitere Tanks.

„Wasserenthärter können sich unsere Kunden sparen“, berichtete Wassermeister Ralf Hedderich. Mit 2,1 Grad deutscher Härte und 0,4 Millimol Kalzium pro Liter liegt das Lüdenscheider Wasser im Härtebereich 1. Damit entspricht es den Vorgaben für „weiches Wasser“.

Wasserverbrauch gesunken

Der Wasserverbrauch im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Lüdenscheid ist deutlich gesunken. 1990 lag der Pro-Kopf-Verbrauch noch bei 147 Litern. Inzwischen hat er sich bei einer Pro-Kopf-Menge zwischen 123 und 125 Litern eingependelt.

Der 22. März ist seit einer Deklaration durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen Anfang der 1990er Jahre der „Tag des Wassers“. Die Mitgliedsländer der UN weisen an diesem Tag auf die Bedeutung des Wassers für das tägliche Leben hin. So wollen sie die Öffentlichkeit für einen sensiblen Umgang mit dem Lebensmittel Nr. 1 gewinnen.

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