Nach Angaben des Eigentümers brannten in Huxhardt rund 5000 gepresste Siloballen. Foto: Feuerwehr Schalksmühle

Schalksmühle. Großeinsatz für die freiwillige Feuerwehr Schalksmühle: Auf dem Gelände eines Bauernhofes in Huxhardt haben am frühen Samstagmorgen rund 500 gepresste Siloballen gebrannt. Im Einsatz waren die Löschgruppen Dahlerbrück, Schalksmühle und Hülscheid. Aufgrund unklarer Zuständigkeit hatte die Leitstelle des Ennepe-Ruhr Kreises auch Stadtalarm für die Feuerwehr Breckerfeld ausgelöst.

Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen

Nach dem Alarm um 3.11 Uhr und dem Eintreffen der Feuerwehr schützten Tanklöschfahrzeuge zunächst umstehende Bäume und weitere Strohballen. Aufgrund der sehr schlechten Wasserversorgung am Einsatzort richtete die Feuerwehr Schalksmühle zunächst einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ein.

Zwei Kilometer Schläuche verlegt

60 Ehrenamtliche der Schalksmühler Wehr waren im Eiinsatz. Foto: Feuerwehr Schalksmühle
60 Ehrenamtliche der Schalksmühler Wehr waren im Eiinsatz. Foto: Feuerwehr Schalksmühle

Das heißt, die Tanklöschfahrzeuge wurden an einem Hydranten an der Philippstraße mit Wasser betankt und fuhren dann wieder zur Einsatzstelle, um dort die vorgehenden Trupps mit Wasser zu versorgen. Parallel setzten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte die Gerätewagen-Logistik der Löschgruppe Dahlerbrück dazu ein, eine Wasserversorgung mit Schläuchen von Hydranten an der Philippstraße/ Am Mühlenweg einzurichten. So kamen zwei Wasserleitungen mit je einem Kilometer Länge (100 Schläuche von je 20 Metern) zustande.

Radlader und Trecker ziehen Ballen auseinander

Im weiteren Verlauf konnte ein intensiver Löschangriff auf die Siloballen vorgenommen werden. Die gepressten Siloballen mussten nahezu vollständig auseinander gezogen werden, um den Brand löschen zu können. Neben dem THW Lüdenscheid, das zur Ausleuchtung der Einsatzstelle alarmiert worden war, war auch das THW Altena mit einem Radlader vor Ort. Auch der Eigentümer selbst unterstütze die Einsatzkräfte mit einemTrecker.

„Feuer aus“ um 13 Uhr

Erst gegen 13 Uhr wurde endgültig "Feuer aus" gemeldet. Foto: Feuerwehr Schalksmühle
Erst gegen 13 Uhr wurde endgültig „Feuer aus“ gemeldet. Foto: Feuerwehr Schalksmühle

Dieser sehr zeit- und personalaufwendige Einsatz führte dazu, dass erst gegen 13 Uhr endgültig „Feuer aus“ gemeldet werden konnte. Ein Ende des Einsatzes zögerte sich wegen der ebenfalls sehr zeitintensiven Aufräumarbeiten dennoch bis zirka 15.30 Uhr hinaus.

Die Feuerwehr Breckerfeld war bereits nach der Übergabe der Einsatzstelle gegen 6.30 ab. Menschen, Tiere und andere Sachwerte waren zu keiner Zeit gefährdet.

Ebenfalls im Einsatz war das DRK Schalksmühle, sowohl zur Sicherheit der Einsatzkräfte mit dem Krankentransportwagen, als auch mit weiteren Fahrzeugen zur Versorgung der eingesetzten Kräfte.

Feuerwehr dankt Anwohnern für die Versorgung

Die Löschgruppe Dahlerbrück stellte noch einige Stunden eine sogenannte Brandwache, die eine erneute Brandentwicklung erkennen und erforderliche Gegenmaßnahmen einleiten sollt. Die Freiwillige Feuerwehr Schalksmühle war mit 60 Ehrenamtlichen vor Ort. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Die Feuerwehr Schalksmühle bedankt sich ausdrücklich bei allen Anwohnern, die den Einsatzkräften Getränke gereicht und Essen angeboten haben. Ihr Dank gilt auch den Eigentümern für die tatkräftige Unterstützung.

 

 

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